Welche version von etch?

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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nibbel
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Welche version von etch?

Beitrag von nibbel » 14.02.2007 13:10:48

Ich frage mich ob ich die amd64 nehmen sollte.
Gibt es genug treiber dafür??

nepos
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Beitrag von nepos » 14.02.2007 13:20:39

Hängt davon ab, was du an spezieller Hardware hast, für die es keine Treiber im normalen Kernel gibt.
Daneben solltest du dir auch überlegen, wozu du gerne die 64Bit hättest, sprich, ob du das überhaupt brauchst.

nibbel
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Beitrag von nibbel » 14.02.2007 13:25:10

ich hab
nvidia 7600gt
2gb ram kingston hyperX
amd 4800+ x2 939 sockel
abit k8n sli board

ne g7 logitech maus
lg widescreen 22" lcd


wenn das die 64ger kann dann nehm ich die eher, da ich programmierer bin

kenne mich allerdings nicht so mit linux aus daher meine frage.

goecke
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Beitrag von goecke » 14.02.2007 13:42:37

Hi,

AMD-64 Bit macht auf den meisten PCs keinen Sinn, sondern bringt mehr Probleme,
(im Moment fällt mir der Flash-Player ein, den es noch nicht in 64bit gibt)
"Normalen open-Source Linux Treiber" sind das kleinere (oder kein) Problem -
Closed Source Treiber können (z.B. ndiswrapper,etc...) Probleme machen.

du wirst, wenn überhaupt eine bessere Performance im einstelligen Prozentbereich bekommen
(und die ist auch nur Meßbar, nicht merkbar).

aber: Programme werden größer und brauchen mehr Speicher und werden dadurch wieder langsamer
(z.B. Pointer benötigen jetzt 8 Byte, oft wird der typ int auch 8Byte groß auch wenn
die Genauigkeit nicht benötigt wird).

Wenn du z.B. mit großen Datenbanken arbeitest und Programme hast die mehr
als 3-4 GB Hautpspeicher benötigen => 64 Bit.

ggf. kannst Du durch Spieltrieb oder Neugierde doch 64-Bit installieren wollen,
aber brauchen tust du es bei 2GB-Ram i.A. nicht.

HTH
Johannes

nibbel
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Beitrag von nibbel » 14.02.2007 13:57:00

gut unter den bedingungen werde ich mich wohl doch für das gute alte 32 entscheiden

danke dir

gms
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Beitrag von gms » 14.02.2007 14:25:01

goecke hat geschrieben:du wirst, wenn überhaupt eine bessere Performance im einstelligen Prozentbereich bekommen
(und die ist auch nur Meßbar, nicht merkbar).
Diese Behauptung mag ja für einige Programme zutreffen, aber so generalisierend wie du sie formuliert hast, ist sie sicherlich falsch.
goecke hat geschrieben: oft wird der typ int auch 8Byte groß auch wenn
die Genauigkeit nicht benötigt wird).
auch hier generalisierst du, von welchen Systemen sprichst du hier überhaupt ? Unter Linux hat sich LP64 und unter Windows LLP64 eingebürgert

Gruß
gms

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meandtheshell
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Beitrag von meandtheshell » 14.02.2007 14:35:46

@nibbel
Kannst du bitte einmal ein paar Tage Basisliteratur lesen und dann wiederkommen? Alle 15min einen Thread starten der "komische" Fragen stellt macht nicht viel Sinn - weder für dich noch für die Leser.

Lies das http://www.debiananwenderhandbuch.de/

Man sieht sich in 1-3 Woche wieder ;)

markus

goecke
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Beitrag von goecke » 14.02.2007 15:24:03

gms hat geschrieben:
goecke hat geschrieben:du wirst, wenn überhaupt eine bessere Performance im einstelligen Prozentbereich bekommen
(und die ist auch nur Meßbar, nicht merkbar).
Diese Behauptung mag ja für einige Programme zutreffen, aber so generalisierend wie du sie formuliert hast, ist sie sicherlich falsch.
Ich bin mir bewußt, daß es sehr generell formuliert ist, so war IMHO das Fazit eines C't Artikels (2006-05 s.218),
den ich jetzt aber nicht zur Hand habe.

Ok, versuche ich mal genauer zu formulieren:

- Die CPU hat unter 64-Bit (IMHO) mehr Register
- Die CPU kann dadurch ein paar Hauptspeicherzugriffe sparen.
- Die CPU kann mit 64 Bit Ganzzahlen besser umgehen (addieren, Kopieren,etc...)
(bei 32bit sind 2 oder mehr Schritte nötig)

Eine potentielle Verschlechterung der Performance wird hauptsächlich eintreten weil
die Binaries größer werden (wg. Pointer...) => längere Ladezeiten, weniger Cache-Hits, mehr Swapping..

Eine Verbesserung ist zu erwarten wenn
- 64-Bit Arithmetik im 32-Bit System durch mehrere Asm Befehle "emuliert" werden muss, und diese
der Compiler in native 64-Bit Arithmetik umsetzt.
- ggf. werden memcopy und memset Befehle effizienter umgesetzt.
- weniger Hauptspeicher Zugriffe erfolgen müssen weil mehr CPU-Register vorhanden sind.

Anwendungen, die viel 64-Bit genauigkeit benötigen oder auf große Speicherbereiche
zugreifen müssen ist eine Performance-Steigerung zu erwarten.

Die meisten "standard" Anwendungen auf Linux-Systemen (Desktop/Office/Mail/ utils / Editor /...)
benötigen aber keine 64-Bit Arithmetik- also ist dort der mögliche Performancegewinn eher klein.

Anwendungen die massiv Rechnen und einen asm optimierten code mitbringen
Mathematische Optimierung (ich kann mir das auch z.B. bei audio/video encoding vorstellen - weiß aber nicht
ob dort optimierter Code vorhanden ist) kann eine Performance-Steigerung sehrwohl im Merkbaren Bereich liegen.

goecke hat geschrieben: oft wird der typ int auch 8Byte groß auch wenn
die Genauigkeit nicht benötigt wird).
auch hier generalisierst du, von welchen Systemen sprichst du hier überhaupt ? Unter Linux hat sich LP64 und unter Windows LLP64 eingebürgert

Gruß
gms
OK. ich nehme alles zurück und behautpe das Gegenteil.
ich dachte der Typ int sei im Standard als Maschinenwort definiert
(16-Bit => 16-Bit int, 32bit => 32-Bit-int ,...)
dem ist aber offensichtlich nicht so.

http://www.unix.org/version2/whatsnew/lp64_wp.html

Können wir uns darauf einigen, daß Software, die auf 64-Bit umgebungen optimiert ist
eine merkbare Performance Steigerung erwarten läßt, die "Durchschnittliche Linux/Unix Anwendungssoftware"
(wie man das auch immer definiert s.o. Desktop, Office,...) keinen nennenswerten Preformance-Vorteil bietet.
Wobei im speiellen Einzelfall eine genauere Analyse erforderlich ist.?

Gruß
Johannes

Pawel
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Beitrag von Pawel » 14.02.2007 15:26:06

goecke hat geschrieben:aber: Programme werden größer und brauchen mehr Speicher und werden dadurch wieder langsamer
(z.B. Pointer benötigen jetzt 8 Byte, oft wird der typ int auch 8Byte groß auch wenn
die Genauigkeit nicht benötigt wird).
Diese Aussage ist so nur Teils richtig. 64bit Programme können auf doppelt soviele Register zugreifen und grössere Datenstrukturen, wie z.B. Long oder Double, müssen für mathematische Operationen nicht mehr in mehreren Schritten bearbeitet werden. Das alles bringt einen ordentlichen Performanceboost.
Aber Perfomceverlust/-gewinn hängt vom jeweiligen Programm ab.

EDIT: Ich schliesse mich vielen Punkten meinem Vorredner an.

tex
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Beitrag von tex » 14.02.2007 17:11:42

meandtheshell hat geschrieben:@nibbel
Kannst du bitte einmal ein paar Tage Basisliteratur lesen und dann wiederkommen? Alle 15min einen Thread starten der "komische" Fragen stellt macht nicht viel Sinn - weder für dich noch für die Leser.
Lies das http://www.debiananwenderhandbuch.de/
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markus
Seine Frage ist doch schon längst geklärt.
Er kennt sich nicht so gut mit Linux aus, er weiss jetzt, dass 32bit eher was für ihn ist und er wird hoffentlich damit glücklich.

An die Anderen: Ihr seit hier ein bischen Offtopic, oder? Macht doch einen Thread "32 oder 64 bit - was ist besser?" auf.
Und wenn ihr gerade dabei seit könnt ihr euch noch an den Diskussionen "Windows oder Linux", "GPLv3 oder GPLv2" und dem Dauerbrenner "emacs vs. vim" beteiligen.

just my 2 cent

gms
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Beitrag von gms » 14.02.2007 17:22:35

goecke hat geschrieben:Können wir uns darauf einigen, daß Software, die auf 64-Bit umgebungen optimiert ist
eine merkbare Performance Steigerung erwarten läßt, die "Durchschnittliche Linux/Unix Anwendungssoftware"
(wie man das auch immer definiert s.o. Desktop, Office,...) keinen nennenswerten Preformance-Vorteil bietet.
Wobei im speiellen Einzelfall eine genauere Analyse erforderlich ist.?
wir haben jetzt beide keine Benchmarks (unter Laborbedingungen) vorzuweisen und können daher höchstens aus unserer Erfahrung berichten. Von daher brauchen wir uns auch auf nichts zu einigen, wir haben einfach möglicherweise andere Erfahrungen gemacht.
Bei mir lauft das 64bit System spührbar flüssiger und bei einzelnen Anwendungen konnte ich einen Performancegewinn von 10 bis 18% feststellen.
In veröffentlichen Testberichten wird die allgemeine Performancesteigerung auf die zusätzlichen (doppelten) Register zurückgeführt, von der natürlich auch der Kernek, die Standardlibraries und somit auch die Desktop- und Officeanwendungen profitieren

Gruß
gms

gms
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Beitrag von gms » 14.02.2007 17:26:16

tex hat geschrieben:Seine Frage ist doch schon längst geklärt.
diesen Eindruck hat er zumindest erweckt
tex hat geschrieben: An die Anderen: Ihr seit hier ein bischen Offtopic, oder? Macht doch einen Thread "32 oder 64 bit - was ist besser?" auf.
Und wenn ihr gerade dabei seit könnt ihr euch noch an den Diskussionen "Windows oder Linux", "GPLv3 oder GPLv2" und dem Dauerbrenner "emacs vs. vim" beteiligen.
ob wir Offtopic sind oder nicht, hast du nicht zu beurteilen und was wir können oder wollen liegt auch nicht in deinem Einflußbereich

tex
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Beitrag von tex » 14.02.2007 17:35:10

gms hat geschrieben: ob wir Offtopic sind oder nicht, hast du nicht zu beurteilen und was wir können oder wollen liegt auch nicht in deinem Einflußbereich
Da will wohl einer Streit vom Zaun brechen ;)

gms
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Beitrag von gms » 14.02.2007 17:41:12

tex hat geschrieben:
gms hat geschrieben: ob wir Offtopic sind oder nicht, hast du nicht zu beurteilen und was wir können oder wollen liegt auch nicht in deinem Einflußbereich
Da will wohl einer Streit vom Zaun brechen ;)
nein, du wirst dich doch sicherlich an die Verhaltensregeln halten wollen, nach denen solche Äußerungen den Moderatoren vorbehalten sind :wink:

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minimike
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Beitrag von minimike » 14.02.2007 20:28:23

Hi

Mein System:

Asus M2N-VM DH
4 GB Ram 667er
Athlon64 X2 4600+
3 x SAMSUNG HD401LJ 400 GB
und 2 alte Platten mit 120 GB
OS Debian Etch AMD64

Läuft wackelig unter dem 2.6.17 aus Etch aber zufriedenstellend mit dem 2.6.20. Software ist besonders bei externen Quellen nicht im selben Umfang vorhanden. Die Jungens vom Beryl Projekt liefern derzeit nichts für AMD64 aus. Auch anderswo ist es mager. Derzeit bleibt für mich als Anwender die Frage wenn ich schon so viel kompelieren muss ob ich nicht bei dem Umfang gleich zu Gentoo wechseln sollte :/ Da spare ich mir da Anwender zum Kompelieren benötigte Doku. Allerdings was ist denn schon Gentoo im Vergleich zu Debian *flame*

Laut Handbuch von Asus werde ich Probleme bekommen betreff Installation von MS Vista 32 bit bei dieser Systemkonfiguration.
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voyager
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Beitrag von voyager » 14.02.2007 22:51:27

@meandtheshell + tex
Ich fand diesen thread sehr interessant und aufschlussreich in mehrdeutiger Sicht :roll:


@gms + goecke + minimike
Danke für eure konstruktiven Beiträge :D , ihr habt meinen Horizont wieder etwas erweitert. :D

Grüße, voyager

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Beitrag von minimike » 16.02.2007 00:15:20

Nichts zu Danken. Seit Sontag dem 11.2.07 läuft das System und ich überlege ernsthaft es mit etwas anderem auszuwechseln. Die gewohnte Fülle an fertig kompelierter Software in einfach zu installierenden Paketen fehlt mir. Einige propriträre oder ganz spezielle Anwendungen laufen gar nicht. Alternative wäre 32 bit Etch aber das sehe ich als Niederlage an. Evtl ware auch Free BSD was für mich, ich bin von Gentoo nicht wirklich begeistert zudem schiele ich auch auf Solaris was mich zu einer verbesserten Situation wie jetzt aber auch nicht zum Erfolg führen würde. Solaris bringt neben Lösungen auch andere Probleme für mich nach sich. Nun bis Sontag sind ja noch zwei Tage....
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Beitrag von chri7 » 09.04.2007 00:36:29

minimike hat geschrieben:..... Nun bis Sontag sind ja noch zwei Tage....
Und was haste nun gemacht?

Ich hab meine neuen X2 auch zusammengesetzt, leider muss ich den Ram umtauschen :( also noch etwas Zeit um über 32/64 Bit nachzudenken.

Die Performance würde ich ja schon gern mitnehmen, aber ich lese da bissl zu viel Stress raus

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