UML, XEN, Linux-VServer

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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vobie
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UML, XEN, Linux-VServer

Beitrag von vobie » 16.05.2006 00:55:31

hi,
da ich mich mit der materie noch garnicht so recht auskenne hier meine frage.

worin ligen die vor und nachteile von user-mode-linux, xen, und vserver.
so wie ich das verstehe geht es darum virtuelle umgebungen zu erzeugen.

ich bin gerade dabei mich mit uml zu beschäftigen, aber machen die beiden anderen nicht das selbe ???? was ist besser ??

ich möchte auf meinem host-rechner gerne ein weiteres linux in einer virtuellen umgebung zum experimentieren nutzen.

gruß
vobie
ps bitte erspart mir sprüche wie " google usw." eine kurze antwort reicht.
danke

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lisan
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Beitrag von lisan » 16.05.2006 08:43:20

Meiner meinung nach hat xen im moment die nase vorn. Mit den neuen prozessoren sollte es dann auch ohne windows source code moeglich sein windows als gastsystem unter xen als domu zu betreiben. Es ist geplant Xen in den kernel aufzunehmen.
Xen bedarf mit den herkoemmlichen cpus einer modifizierung des kernels, so dass dieser als source vorliegen muss.

Infos gibts hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Xen
und Linux-Magazin April 2006

Umlinux empfand ich immer als recht schwer zu baendigen - mag auch an mir liegen, laeuft aber auch ordendlich.

Vmware-server ist in der beta noch kostenlos und mit einem webinterface und einer server-console sehr konfortabel zu handhaben. Es ist bequem, bedient sehr viele gastsysteme u.a. ms und netware.

Ich persoenlich komme mit xen besser zurecht, da man hier mehr kontrolle zu haben scheint und es sich angenehm in ein linux wirtssystem integrieren laesst. Ein tolles feature ist z.B. die moeglichkeit eine domu zu suspenden und im ms bereich auf einer anderen maschine zu starten.

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meandtheshell
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Beitrag von meandtheshell » 16.05.2006 09:43:18

Der Unterschied besteht in der Art der Virtualisierung. Hier gibt es große Unterschiede.

Dieser Link verschafft Übersicht:
http://en.wikipedia.org/wiki/Comparison ... l_machines

Dieser erklärt die Unterschiede:
http://en.wikipedia.org/wiki/Virtual_machine

Lies beim zweiten Link bzw. folge den Links
- full virtualization
- paravirtualization
- native virtualization

Ich vermute für dich wird http://linux-vserver.org/ passend sein.

markus

Sarem_Avuton
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Beitrag von Sarem_Avuton » 16.05.2006 09:44:05

Hi vobie,

ich würde mich lisan anschließen.
Gut an Xen finde ich auch das man Hardware explizit für eine DomU durchreichen kann z.B. Netzwerkarten oder ISDN-Karten. Und auch die Perormance finde ich mehr als akzeptabel.
In sachen managing wird auch was getan, Web managment ist ja bei xen schon dabei (rudimentär , aber ausreichend) und hier z.B. als gtk GUI http://xenmanager.dronestudios.com/cgi- ... c.cgi/wiki

Vserver scheint auch sehr schnell und super zu laufen. damit habe ich aber nur experimentell rumgespielt ;)

Grüße Jörg
Zuletzt geändert von Sarem_Avuton am 16.05.2006 09:55:46, insgesamt 2-mal geändert.

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meandtheshell
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Beitrag von meandtheshell » 16.05.2006 09:50:48

lisan hat geschrieben:Meiner meinung nach hat xen im moment die nase vorn.
So weit würde ich mich nicht aus dem Fenster beugen. Die beste Lösung gibt es wie so oft nicht - alle haben ihre Stärken und Schwächen. Man kann nur für einen konkreten Anwendungsfall sagen das diese oder jene Lösung die beste ist.

http://www.debianforum.de/forum/viewtopic.php?t=66684

markus

vobie
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Beitrag von vobie » 16.05.2006 12:02:08

hi,
vielen dank für die antworten, haben mir sehr geholfen einen groben überblick zu bekommen.
also werde ich mal xen probieren.
ABER nun stehe ich vor der wahl des kernels.
ich habe z.Z. den (das) Linux-Image-2.6.16-1-k7 drauf (ETCH & Sid-Kernel)

Code: Alles auswählen

linux-image-2.6-xen-k7 - Linux kernel 2.6 image on AMD K7 machines
linux-image-2.6-xen-vserver-686 - Linux kernel 2.6 image on PPro/Celeron/PII/PIII/P4 machines
linux-image-2.6.16-1-xen-k7 - Linux kernel 2.6.16 image on AMD K7 machines
linux-image-2.6.16-1-xen-vserver-686 - Linux kernel 2.6.16 image on PPro/Celeron/PII/PIII/P4 machines
wobei linux-image-2.6-xen-k7 zwei mal vorhanden ist ??? einmal werden die module extra installiert?

und was ist ein linux-image-2.6.16-1-xen-vserver-........???-was unterscheidet diesen kernel von einem mit xen-patch ?

K7 ist mir schon klar, kann es sein das einer ( mit den extra modulen ) für das gastsystem ist ?

gruß
vobie :roll:

Sarem_Avuton
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Beitrag von Sarem_Avuton » 16.05.2006 12:22:48

Hallo,

Also ich bin am besten mit den Sourcen auf http://www.xensource.com/xen/downloads/ gefahren.


Grüße Jörg

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DynaBlaster
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Beitrag von DynaBlaster » 16.05.2006 12:53:41

Ich weiss es nicht genau, aber logisch erscheint mir das hier:

Code: Alles auswählen

linux-image-2.6.16-1-xen-k7
linux-image-2.6.16-1-xen-686
das sind die für XEN gepatchten Kernel für das Wirtsystem (Dom0) - entweder für AMD- oder halt für Pentium-Systeme.

Code: Alles auswählen

linux-image-2.6.16-1-xen-vserver-k7
linux-image-2.6.16-1-xen-vserver-686
Diese Kernel sind entsprechernd angepasste Versionen für die Gastsysteme (DomU)

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novalix
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Beitrag von novalix » 16.05.2006 15:55:02

hi,

es gibt bereits ein kleines howto fuer xen in debian (englisch).

http://www.debian-administration.org/articles/396

ciao, niels
Das Wem, Wieviel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen ist aber nicht jedermannns Sache und ist nicht leicht.
Darum ist das Richtige selten, lobenswert und schön.

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lisan
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Beitrag von lisan » 17.05.2006 07:32:45

@meandtheshell Das ist richtig, ich habe versaeumt zu betonen, dass die virtualisierungen sich stark unterscheiden und jeweils eine individuelle loesung fuer ein individuelles problem anbieten.

tsibi
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Beitrag von tsibi » 05.08.2006 14:11:39

Hallo zusammen,

ich klinke mich einmal hier ein, da ich mich auch gerade in diese Materie einlese.

Ich habe einen Rechner mit einer physikalischen Netzwerkkarte und möchte ein Gastsystem installieren, dass eine eigene IP bekommt. In diesem Gastsystem sollen dann z. B. Apache, Postfix, FTP-Server und MySQL installiert werden. Diese Dienste sollen aber auch auf dem Wirtssystem laufen. Ist dies mit einer physikalischen Netzwerkkarte überhaupt störungsfrei möglich?

Als Ausgangspunkt würde ich eine Minimalinstallation von Debian Etch verwenden. Wenn ich Xen für die Virtualisierung verwenden würde, müsste ich dem Gastsystem einen anderen Kernel verpassen. Bei vserver IMHO nicht. Kann man ein Gastsystem nicht einfach einrichten, indem man das Backup eines vorher installierten Debian-Systems irgend wo hin kopiert?

Der Rechner hat nur eine physikalische Festplatte. Die Festplatte des Gastsystems müsste also in einer Datei untergebracht werden, da ich nicht extra Partitionen anlegen möchte. Könnte man unter Xen die Festplatte umpartitionieren oder stößt man hier an die Grenzen der Virtualisierung?

Werden in der Gastumgebung die Befehle reboot und shutdown auch umgesetzt oder merkt der Anwender hier, dass es "doch nur" eine virtuelle Maschine ist?

Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.
Gruß Simon

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Beitrag von lisan » 19.08.2006 13:15:13

Nach meiner erfahrung merken die user nicht, dass sie in einem gast laufen, man muss schon wissen, wonach man suchen muss.
Eine physikalische netzwerkkarte ist kein problem, 2 waehren besser, damit man aus dem ipraum der gaeste nicht auf den wirt draufkann.
Wenn du deine maschine in einer datei unterbringst kannst du sie ganz praktische sichern oder in einem san ablegen,

tsibi
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Beitrag von tsibi » 19.08.2006 19:17:59

lisan hat geschrieben:Nach meiner erfahrung merken die user nicht, dass sie in einem gast laufen, man muss schon wissen, wonach man suchen muss.
Auf welche Virtualisierungslösung bezogen? Bei qemu kann man ja sein Betriebssystem von CD installieren. Daher sollte es doch nicht so einfach festzustellen sein, oder? Funktionieren die Befehle reboot und halt auch in der virtuellen Umgebung?
Eine physikalische netzwerkkarte ist kein problem, 2 waehren besser, damit man aus dem ipraum der gaeste nicht auf den wirt draufkann.
Wie meinst du das? Eine physikalische Netzwerkkarte kann ja die IP 192.168.100.254 erhalten, während das Gastsystem die IP 10.1.141.1 bekommt.

Gruß
Simon

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Beitrag von lisan » 19.08.2006 21:44:50

Mit vmware und xen kann ich die virtuelle maschine rebooten und runterfahren.
Es ist ist ein unterschied, ob alles ueber dieselbe netzwerkkarte laeuft oder 2 karten in verscheidene netze geswitcht sind.

Auf meinen vmware servern sind zwei netzwerkkarten konfiguriert; die eine haengt an einem switch fuer das managed netzwerk (admins only) die andere netzwerkkarte haengt an einem switch, der ins normale netz geht in dem auch die virtuellen erreichbar sind.
DIe netzwerkkarte ueber die die virtuellen maschinen rausgehen hat keine ip adresse.
So ist der wirt aus dem normalen netzwerk nicht erreichbar - es sei denn man bricht über die virtuellen maschinen ein und nutzt eine vmware schwaeche aus.
Die beiden karten haengen idR auch an einem switch mit verschiednene vlans.

Gruss

tsibi
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Beitrag von tsibi » 21.08.2006 18:53:40

Hallo lisan,

danke für deine Erläuterung.

Angenommen der Wirt und die virtuellen Maschinen laufen über die selbe physikalische Netzwerkkarte: Können dann die virtuellen Maschinen den jeweils fremden Netzwerkverkehrt belauschen oder ist das nicht möglich?

Dürfen die Dienste auf dem Wirts-System auf allen Interfaces lauschen, wenn auch die virtuellen Maschinen z. B. Web-, FTP- und Mailserver bereitstellen sollen? Ich gehe von einer Netzwerkkarte aus.

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Beitrag von lisan » 05.09.2006 08:32:25

Das habe ich noch nicht ausprobiert, weil ich es gerne trenne. Ansonsten vermute ich, dass die virtuellen maschine sich selbst belauschen koennen aber nicht den wirt, da vmware in jedem einen virtuellen switch oder hub (wie du willst) vor das device setzt und der wirt dort nicht mit dran haengt.
Sry hab den thread nicht beobachtet.

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