Virtualisierung
Virtualisierung
Hallo
ich suche eine möglichst einfache und freie Software zur Virtualisierung.
Das ganze sollte gut mit Debian harmonieren, leicht zu installieren sein.
Im Hinterkopf hab ich Virtualbox, aber das ist schon Jahre her. Kennt jemand eine gute ,
einfache Lösung. Ich möchte gern ein Debian oder Ubuntu im Textmodus als Server installieren, zum
experimentieren...
ich suche eine möglichst einfache und freie Software zur Virtualisierung.
Das ganze sollte gut mit Debian harmonieren, leicht zu installieren sein.
Im Hinterkopf hab ich Virtualbox, aber das ist schon Jahre her. Kennt jemand eine gute ,
einfache Lösung. Ich möchte gern ein Debian oder Ubuntu im Textmodus als Server installieren, zum
experimentieren...
Re: Virtualisierung
hi,
qemu. Einfacher geht's nicht. Solange man die Finger von qemu-kvm lässt, ist qemu ein ganz normales Kommandozeilen-Programm, das zufällig einen kompletten PC emuliert -- normal mit X11 und Grafik für den Guest, genauso einfach auch komplett ohne Grafik und angeblich sogar mit Grafik ohne X11.
qemu. Einfacher geht's nicht. Solange man die Finger von qemu-kvm lässt, ist qemu ein ganz normales Kommandozeilen-Programm, das zufällig einen kompletten PC emuliert -- normal mit X11 und Grafik für den Guest, genauso einfach auch komplett ohne Grafik und angeblich sogar mit Grafik ohne X11.
Beware of programmers who carry screwdrivers.
Re: Virtualisierung
wird damit ein ganzer pc emuliert,
weil ich ja auch ein dateisystem irgendwo anlegen muss etc
weil ich ja auch ein dateisystem irgendwo anlegen muss etc
Re: Virtualisierung
ja, ein kompletter PC. Im einfachsten Fall wird eine einfache Datei auf dem Host zu einem normalen Platten-Laufwerk in der Emulation. Das kann beliebig partioniert werden usw., wie "in echt". Solange der Gast es nicht benutzt, kann es auch per loop-Device vom Host gemountet werden.
So könnte man z.B. wheezy per netinst-CD-image auf einer 2GB-Platte installieren:
So könnte man z.B. wheezy per netinst-CD-image auf einer 2GB-Platte installieren:
Code: Alles auswählen
dd if=/dev/zero of=virtuelle_platte bs=1M count=2000
qemu -monitor stdio -cdrom debian-wheezy-DI-b1-i386-netinst.iso -boot d virtuelle_platte
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Re: Virtualisierung
Nur das qemu sowas von langsam ist, dass man damit keinen Spaß hat...
VirtualBox ist immernoch ein guter Kandidat. Vor allem, wenn man es "Klicki-Bunti" haben möchte.
VirtualBox ist immernoch ein guter Kandidat. Vor allem, wenn man es "Klicki-Bunti" haben möchte.
Re: Virtualisierung
Proxmox nutzt auch qemu-kvm - und langsam ist was anderes!
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Re: Virtualisierung
Hier war aber eindeutig die Rede von qemu OHNE KVM. Das KVM schnell ist habe ich nicht bezweifelt. Nutze es selbst.
- schorsch_76
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Re: Virtualisierung
Die Wahl des richtigen Virtualisierers. Ich habe mich jetzt ein halbes Jahr beruflich unter anderem mit KVM auseinandergesetzt und sie ist technisch wirklich ausgereift. Allerdings empfinde ich sie zur Desktopvirtualisierung auch mit den diversen Frontends nicht als ganz so geeignet.
Ach ja, der Namenswirrwarr nervt. Kurz und knapp und eine sicherlich sehr persönliche Interpretation:
KVM ist die Virtualisierungsinfrastruktur im Linux-Kernel. Sie ist somit die abstrakte Schnittstelle(!) zur Hardwarevirtualisierung der Intel, AMD, IBM Power und Mainframeprozessoren und wird erst im Zusammenspiel mit einem Programm im Userspace zu einem "echten" Virtualisierer.
QEMU ist ein Emulator für Prozessoren und andere Hardware, wie einen PC ausmacht, wie Grafikkarten, Festplattencontrollern, etc.. QEMU kann(!) KVM benutzen damit der Prozessor nicht "langsam emuliert" wird sondern "Programmcode schnell" auf der "physischen CPU läuft".
Der Namenswirrwar ist groß und je nach Distro, und auch dem Alter der Distro, gibt es ein oder mehrere Pakete und man muss KVM, QEMU, QEMU-KVM oder KVM-QEMU eingeben damit man QEMU mit KVM Unterstützung startet. Generell würde ich ein Frontend empfehlen. Ich benutze den virt-manager, aber der ist eher für Server ausgelegt. Es gibt zur Desktopvirtualisierung sicher bessere Tools für QEMU. Persönlich benutze ich VirtualBox aus zwei Gründen. Erstens, weil ich zu Hause eine alte CPU ohne Hardwarevirtualisierung habe und KVM darauf nicht läuft. Zweitens, weil das ich das Frontend von VirtualBox am komfortabelsten finde. Die Version in Squeeze ist allerdings sehr und es fehlt das für mich wichtige Durchreichen von USB Geräten. In den Backports gibt es eine aktuellere Version. Mit der Version von der VirtualBox Seite habe ich keine Erfahrung. Persönlich habe ich mir die neuste Version aus SID selbst gebackportet und mit der bin ich soweit zufrieden.
Ach ja, VirtualBox bring sein eigenes Kernelmodul mit und nutzt KVM nicht. VirtualBox unterstützt auch bridging für die VMs ohne dass man sich mit den bridge-utils erst selber eine bauen muss. Aber vielleicht gibt es für QEMU ja ein Frontend womit es ähnlich einfach erstellt wird.
Ach ja, der Namenswirrwarr nervt. Kurz und knapp und eine sicherlich sehr persönliche Interpretation:
KVM ist die Virtualisierungsinfrastruktur im Linux-Kernel. Sie ist somit die abstrakte Schnittstelle(!) zur Hardwarevirtualisierung der Intel, AMD, IBM Power und Mainframeprozessoren und wird erst im Zusammenspiel mit einem Programm im Userspace zu einem "echten" Virtualisierer.
QEMU ist ein Emulator für Prozessoren und andere Hardware, wie einen PC ausmacht, wie Grafikkarten, Festplattencontrollern, etc.. QEMU kann(!) KVM benutzen damit der Prozessor nicht "langsam emuliert" wird sondern "Programmcode schnell" auf der "physischen CPU läuft".
Der Namenswirrwar ist groß und je nach Distro, und auch dem Alter der Distro, gibt es ein oder mehrere Pakete und man muss KVM, QEMU, QEMU-KVM oder KVM-QEMU eingeben damit man QEMU mit KVM Unterstützung startet. Generell würde ich ein Frontend empfehlen. Ich benutze den virt-manager, aber der ist eher für Server ausgelegt. Es gibt zur Desktopvirtualisierung sicher bessere Tools für QEMU. Persönlich benutze ich VirtualBox aus zwei Gründen. Erstens, weil ich zu Hause eine alte CPU ohne Hardwarevirtualisierung habe und KVM darauf nicht läuft. Zweitens, weil das ich das Frontend von VirtualBox am komfortabelsten finde. Die Version in Squeeze ist allerdings sehr und es fehlt das für mich wichtige Durchreichen von USB Geräten. In den Backports gibt es eine aktuellere Version. Mit der Version von der VirtualBox Seite habe ich keine Erfahrung. Persönlich habe ich mir die neuste Version aus SID selbst gebackportet und mit der bin ich soweit zufrieden.
Ach ja, VirtualBox bring sein eigenes Kernelmodul mit und nutzt KVM nicht. VirtualBox unterstützt auch bridging für die VMs ohne dass man sich mit den bridge-utils erst selber eine bauen muss. Aber vielleicht gibt es für QEMU ja ein Frontend womit es ähnlich einfach erstellt wird.
Soft: Bullseye AMD64, MATE Desktop. Repo's: Backports, kein Proposed, eigene Backports. Grafik: Radeon R7 360 MESA.
Hardware: Thinkstation S20, Intel X58, 16GB, Xeon W3530, BCM5755 NIC, EMU10K1 SND, SATA SSD+HDS und DVD+RW.
Hardware: Thinkstation S20, Intel X58, 16GB, Xeon W3530, BCM5755 NIC, EMU10K1 SND, SATA SSD+HDS und DVD+RW.
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- Registriert: 12.09.2005 21:26:04
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Re: Virtualisierung
Als gutes Frontend für QEMU sollte aqemu oder auch virt-manager geeignet sein ...
Ich bin noch in der Lern- und Entdeckungsphase bzgl. Linux und Debian. Ich bitte daher um Rücksicht bei meinen manchmal unbedachten Fragen und Gedanken.