Servus,
bin neu hier im Forum, daher erstmal ein HALLO an alle. Ich beschäftige mich erst seit kurzem mit Linux und hätte mal einige Fragen, bevor ich Debian auf meinem Server installiere:
Momentan läuft mein Cardserver (zum hausinternen verteilen einer Abo-Karte an mehrere Dreambox-Receiver) auf nem P3 900MHz mit 250MB RAM ohne Probleme mit maximal 5% CPU-Auslastung. Die 10GB Festplatte ist mit ca. 1,2GB belegt.
Ich habe vor nen kleinen Server für den Dauerbetrieb mit folgender Hardware zu basteln: Intel Essential Series D945GSEJT mit Atom N270, 2GB RAM, 2GB Intel Z-U130 SSD, 1,5TB WD Caviar Green HDD, 12V 60W Netzteil
Mit der neuen Hardware will ich auf die HDD von Windows aus per Samba und von den Dreamboxen per NFS zugreifen. Meine Videos, Musik und Backups sollen darauf abgelegt werden. Es werden voraussichtlich nie mehr als zwei maximal drei Clients auf die Daten zugreifen.
Nun zu meinen Fragen:
1. Ist die Hardware für diese Aufgaben ausreichend?
2. Hab für die Debian-Installation die 2 GB SSD vorgesehen. Ich würde daher alles in eine Partition installieren und die Auslagerungsdatei dynamisch erstellen lassen. Kann man das z.B. mit swapspace machen? Wenn ja, wie? Kann man das überhaupt so machen?
3. Ich will, dass die HDD nur bei Bedarf anspringt. Kann man das z.B. mit hdparm machen?
4. Eventuell sollen die Daten auch aus dem Internet abrufbar sein.Vielleicht mit SSH-Tool wie Putty ne verschlüsselte Verbindung + Tunnel aufbauen und auf die Daten wie auf ne interne Platte zugreifen, nur wie? Wäre über vorschläge dankbar.
5. Der Rechner steht neben eine Stereoanlage. Daher wäre es schön, wenn er auch mp3 und Webradio abspielt. Gibts hierfür ein Backend, das von anderen Rechnern gesteuert werden kann? Oder besser gleich ein passendes ressourcenschonendes Frontend/Bedienoberfläche, damit kein anderer Rechner eingeschaltet werden muss um Musik zu hören? Ist die Hardware-Leistung für sowas ausreichend?
6. Wie kann ich die Reaktion beim Betätigen des Einschaltknopfes verändern? Ich will nicht, dass jemand aus Versehen den Knopf drückt und der Rechner dann runter fährt.
7. Kann man den Cardserver-Dienst/Programm im Bezug auf CPU-Leistung und Netzwerk-Bandbreite irgendwie priorisieren?
8. Hab mal was von logrotate gelesen. Kann ich damit die Log-Menge irgendwie reduzieren um die kleine SSD nicht zu füllen?
Fragen über Fragen. Hab schon sehr viel im Forum gesucht und sehr viel gegoogelt, aber als Anfänger fühl ich mich von der Masse der Informationen etwas erschlagen und überfordert.
Vielen Dank für eure Hilfe.
MfG,
debian23
Newbie-Fragen vor der Installation
- Saxman
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Re: Newbie-Fragen vor der Installation
Dir auch ein Hallo und Willkommen im Forum.
Nun zu deinen Fragen:
Die Begründung folgt noch.
Und zur Not im Betrieb mit mkswap, swapon,swapoff den Swap immer noch händisch aktivieren.
SSH kann das aber sehr wohl. Stichwort sftp oder sshfs.
Eine andere Möglichkeit wäre z.B ftps.
Zu dem Backend kannst du dir z.B mal mpd anschauen.
Der macht so ziemlich genau das was du gerade beschreibst.
Schau auch mal in die /etc/inittab
Da kannst du z.B das Verhalten von CTRL-ALT-DEL manipulieren
Besser wäre allerdings wenn die Logs nicht kritisch sind diese z.B in ein tmpfs zu Packen.
Nach dem Reboot sind die dann allerdings weg. Sollen Sie erhalten bleiben gibt es noch ein tool das nennt sich ramlog, das allerdings nicht in den Repos ist.
Allerdings nutzt das standardmäßig ramfs und nicht tmpfs.
Wenn du dazu mehr Fragen hast benutze die SuFu.
Der Einsatz des Programms wurde hier schon einige male besprochen.
Und auch hierbei gilt, mehr Ram ist besser.
So, Ich glaub Ich bin durch![Wink ;)](./images/smilies/icon_wink.gif)
Nun zu deinen Fragen:
Das würde Ich bejahen, Im Zweifel würde Ich jedoch mehr Ram nehmen.debian23 hat geschrieben: 1. Ist die Hardware für diese Aufgaben ausreichend?
Die Begründung folgt noch.
Du kannst bei genug Ram (>4GB) Swap komplett weglassen.debian23 hat geschrieben:2. Hab für die Debian-Installation die 2 GB SSD vorgesehen. Ich würde daher alles in eine Partition installieren und die Auslagerungsdatei dynamisch erstellen lassen. Kann man das z.B. mit swapspace machen? Wenn ja, wie? Kann man das überhaupt so machen?
Und zur Not im Betrieb mit mkswap, swapon,swapoff den Swap immer noch händisch aktivieren.
hdparm kann das. Ist auch in der Manpage unter standby (spindown) timeout beschrieben.debian23 hat geschrieben:3. Ich will, dass die HDD nur bei Bedarf anspringt. Kann man das z.B. mit hdparm machen?
Zu Putty kann Ich nichts sagen da Ich das nur vom Namen her kenne.debian23 hat geschrieben:4. Eventuell sollen die Daten auch aus dem Internet abrufbar sein.Vielleicht mit SSH-Tool wie Putty ne verschlüsselte Verbindung + Tunnel aufbauen und auf die Daten wie auf ne interne Platte zugreifen, nur wie? Wäre über vorschläge dankbar.
SSH kann das aber sehr wohl. Stichwort sftp oder sshfs.
Eine andere Möglichkeit wäre z.B ftps.
Der Atom ist zwar keine Rennmaschine aber für ein wenig mp3 mehr als genug.debian23 hat geschrieben:5. Der Rechner steht neben eine Stereoanlage. Daher wäre es schön, wenn er auch mp3 und Webradio abspielt. Gibts hierfür ein Backend, das von anderen Rechnern gesteuert werden kann? Oder besser gleich ein passendes ressourcenschonendes Frontend/Bedienoberfläche, damit kein anderer Rechner eingeschaltet werden muss um Musik zu hören? Ist die Hardware-Leistung für sowas ausreichend?
Zu dem Backend kannst du dir z.B mal mpd anschauen.
Der macht so ziemlich genau das was du gerade beschreibst.
Das Verhalten regelt in der Regel das Bios.debian23 hat geschrieben:6. Wie kann ich die Reaktion beim Betätigen des Einschaltknopfes verändern? Ich will nicht, dass jemand aus Versehen den Knopf drückt und der Rechner dann runter fährt.
Schau auch mal in die /etc/inittab
Da kannst du z.B das Verhalten von CTRL-ALT-DEL manipulieren
Hier auch wieder ein klares Ja. Stichworte wären hierzu nice und quotadebian23 hat geschrieben:7. Kann man den Cardserver-Dienst/Programm im Bezug auf CPU-Leistung und Netzwerk-Bandbreite irgendwie priorisieren?
Logrotate ist nicht was du suchst. Du kannst aber z.B über /etc/rsyslog.conf rsyslog manipulieren.debian23 hat geschrieben:8. Hab mal was von logrotate gelesen. Kann ich damit die Log-Menge irgendwie reduzieren um die kleine SSD nicht zu füllen?
Besser wäre allerdings wenn die Logs nicht kritisch sind diese z.B in ein tmpfs zu Packen.
Nach dem Reboot sind die dann allerdings weg. Sollen Sie erhalten bleiben gibt es noch ein tool das nennt sich ramlog, das allerdings nicht in den Repos ist.
Allerdings nutzt das standardmäßig ramfs und nicht tmpfs.
Wenn du dazu mehr Fragen hast benutze die SuFu.
Der Einsatz des Programms wurde hier schon einige male besprochen.
Und auch hierbei gilt, mehr Ram ist besser.
So, Ich glaub Ich bin durch
![Wink ;)](./images/smilies/icon_wink.gif)
"Unix is simple. It just takes a genius to understand its simplicity." - Dennis Ritchie
Debian GNU/Linux Anwenderhandbuch | df.de Verhaltensregeln | Anleitungen zum Review und zum Verfassen von Wiki Artikeln.
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Re: Newbie-Fragen vor der Installation
Velen Dank, dass du dich so schnell durch meine Fragen gekämpft hast. Jetzt hab ich wieder einige neue Themen bzw. Stichwörter, in die ich mich einlesen kann.
Leider unterstützt das Board nur 2GB Notebook-RAM, daher hätte ich die Auslagerung gerne dynamisch und vorallem automatisiert. Hast du hierzu noch ne Idee (Stichwort swapspace o.ä.)? Zur Not könnte man die Swap-Datei auf die HDD machen, aber wie läuft das dann mit dem Spinndown?
Gibts für den mpd auch einen auf dem Server laufenden Client/Frontend, ohne dass ich nen Desktop installieren muss?
EDIT: (Erst suchen, dann fragen.) Hab schon was gefunden: http://mpd.wikia.com/wiki/Clients
MfG,
debian23
Leider unterstützt das Board nur 2GB Notebook-RAM, daher hätte ich die Auslagerung gerne dynamisch und vorallem automatisiert. Hast du hierzu noch ne Idee (Stichwort swapspace o.ä.)? Zur Not könnte man die Swap-Datei auf die HDD machen, aber wie läuft das dann mit dem Spinndown?
Gibts für den mpd auch einen auf dem Server laufenden Client/Frontend, ohne dass ich nen Desktop installieren muss?
EDIT: (Erst suchen, dann fragen.) Hab schon was gefunden: http://mpd.wikia.com/wiki/Clients
MfG,
debian23
Re: Newbie-Fragen vor der Installation
Der Powerbutton sollte aber ein ACPI-Event auslösen, dafür ist dann der acpid zuständig. Konfiguration in /etc/acpi/, dort kann man in der powerbtn.sh dann festlegen was passieren soll.Saxman hat geschrieben:Das Verhalten regelt in der Regel das Bios.debian23 hat geschrieben:6. Wie kann ich die Reaktion beim Betätigen des Einschaltknopfes verändern? Ich will nicht, dass jemand aus Versehen den Knopf drückt und der Rechner dann runter fährt.
Wegen Swap: 2GB RAM sollten eigentlich auch ohne Swap reichen (keine Ahnung wieviel NFS- und dein Cardserver brauchen, aber letzterer läuft ja momentan mit 250MB) → einfach ausprobieren. Und eine grafische Oberfläche brauchst du natürlich nicht, für den mpd gibt es auch Konsolenfrontends.
MfG, gœb
Re: Newbie-Fragen vor der Installation
Hab die Zeile /sbin/shutdown -h now "Power button pressed" in /etc/acpi/powerbtn.sh deaktiviert. Folge: Einschaltknopf deaktiviert, Rechner fährt nach dem Betätigen wie gewünscht nicht runter. Danke.
Wenn ich ihn länger als vier Sekunden drücke, müßte der Rechner trotzdem sofort ausschalten, oder?
Wenn ich ihn länger als vier Sekunden drücke, müßte der Rechner trotzdem sofort ausschalten, oder?
Re: Newbie-Fragen vor der Installation
Ja, man kann in der Regel im BIOS einstellen was beim längeren Druck auf den Button passiert. Das ist dann aber wirklich ein Sofort-Aus (oder Reboot), also kein sauberes Runterfahren. Versehentlich sollte aber niemand ein paar Sekunden den Knopf drücken, also kein Problem…