Ganz Komische Frage

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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azerty
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Ganz Komische Frage

Beitrag von azerty » 24.10.2007 23:10:22

Kann ich z.B. Debian oder $DISTRI auf eine bestimmte Festplatte mit $INTEL386-PC-1 installieren und gleich nach Abschluss der Installation baue ich die Festplatte aus und baue sie in ein Notebook ein das ebenfalls i386 ist? Würde das irgendwelche Inkonsistenzen im System hervorrufen?

Mein Problem ist, hier liegt ein Notebook und dieses unterstützt kein CD-Booting, also würde ich einfach die $DISTRI mittels einem anderen (ähnlichen, da auch i986) Computer installieren und gleich nach Abschluss der Installation zurück ins Notebook verfrachten von wo ich dann meine restlichen Einstellungen und Konfiguration vornehmen könnte..

Was sagt ihr dazu?

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beta1
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Re: Ganz Komische Frage

Beitrag von beta1 » 24.10.2007 23:18:45

azerty hat geschrieben:Kann ich z.B. Debian oder $DISTRI auf eine bestimmte Festplatte mit $INTEL386-PC-1 installieren und gleich nach Abschluss der Installation baue ich die Festplatte aus und baue sie in ein Notebook ein das ebenfalls i386 ist? Würde das irgendwelche Inkonsistenzen im System hervorrufen?
Ich denke du musstest viel Glück haben damit das klappt. Bei Installation lauft Hardwareerkennung und die beiden PC sind doch nicht gleich.
Mann kann aber Debian ohne bootbaren CD-Laufwerk installieren:
http://d-i.alioth.debian.org/manual/de.i386/apas02.html :wink:

nervofix
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Beitrag von nervofix » 24.10.2007 23:21:37

wenn du über ein floppy-drive verfügst, kannst du auch von floppys installieren sind glaube ich 5 floppys für den installer und den rest zieht er sich aus dem netz...

an sonsten kann ich mir gut vorstellen das es nicht laufen wird, da bei der installation, meines wissens, die ganzen config-files für die Hardware die derzeit verbaut ist (grafic,sound ect.) geschrieben und diese stimmen nicht mehr mit den neuen überein...aber es kann auch sein das das mitlerweile behoben wurde...habe so was bisher nur mit windows probiert...

Spasswolf
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Beitrag von Spasswolf » 24.10.2007 23:30:21

Wenn du eine auf die Hardware des Notebooks angepasste Initramdisk bzw. einen passenden Kernel erstellst sehe ich da kein Problem.

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armin
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Beitrag von armin » 25.10.2007 00:04:11

Eigentlich sollte das so ziemlich kein Problem sein denke ich.
Eventuell werden die Devicenamen der Netzwerkkarten, dann erst bei eth2 oder so Anfangen (je nachdem wie viele Karten das Ursprungssystem hatte), aber bis auf Probleme dieser Art sollte eigentlich es eigentlich klappen. In der Theorie zumindest ;)
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Beitrag von minimike » 25.10.2007 00:11:34

Schreib mal in /etc/initramfs-tools/modules
untereinander nicht nebeneinander und keine Kommas das rein

Code: Alles auswählen

ata-generic
generic
ide-generic
ahci
Damit deckst du so 90% von dem ab was in normalen System verbaut wurde. Sind aber nur generische Treiber. Später kannst du immer noch besseres finden. Dann natürlich "mkinitramfs -o /boot/initrd /lib/modules/$Kernelversion"
Mach ich immer wenn ich mit debootstrap ein System installiere.
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Saxman
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Re: Ganz Komische Frage

Beitrag von Saxman » 25.10.2007 00:44:20

azerty hat geschrieben:Kann ich z.B. Debian oder $DISTRI auf eine bestimmte Festplatte mit $INTEL386-PC-1 installieren und gleich nach Abschluss der Installation baue ich die Festplatte aus und baue sie in ein Notebook ein das ebenfalls i386 ist? Würde das irgendwelche Inkonsistenzen im System hervorrufen?
Hab Ich schon ein paar mal gemacht, geht ohne große Probleme.
Hab auch schon aus einem kaputten Laptop die Festplatte in einen neuen verfrachtet und da läuft die schon seit Monaten ohne Probleme.
Lediglich die Treiber der Graafikkarte musste Ich anpassen.. dpkg-reconfigure xserver-xorg.
Der Rest lief problemlos.

Schönen Gruß
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azerty
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Beitrag von azerty » 25.10.2007 12:43:01

Danke für die vielen Antworten. :!:

Also es handelt sich bei dem zu installierenden OS um OpenBSD, deswegen habe ich die Frage auch sehr "allgemein" gestellt.
Um dieses Problem der Inkonsistenzen bei Hardwareerkennung zu umgehen, gibt es da nicht auch noch eine andere Möglichkeit als das OS über einen fremden PC zu installieren?

Das ganze einfach nur draufkopieren oderso?

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cirrussc
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Beitrag von cirrussc » 26.10.2007 00:37:41

Hi,
azerty hat geschrieben: Um dieses Problem der Inkonsistenzen bei Hardwareerkennung zu umgehen, gibt es da nicht auch noch eine andere Möglichkeit als das OS über einen fremden PC zu installieren?

Das ganze einfach nur draufkopieren oderso?
Dann installierst du ja nicht richig. Bräuchtest dann auch einen anderen ähnlichen Rechner, von dessen Installation du ein Image ziehst und dann auf den Schleppi schreibst.

Manche Knoppix CD's hatten eine Option die CD 1 zu 1 auf HDD zu schreiben und dann praktisch im "Live-Mode" zu booten, nur eben auf HDD.

Gruß cirrussc

azerty
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Beitrag von azerty » 26.10.2007 00:53:41

So, habe nun ganz banal die HDD in einen externen Rechner eingebaut, partitioniert und OpenBSD installiert.
Anschließend ohne Reboot direkt in das Notebook zurückverfrachtet und dann von dort aus die automatisch ablaufenden Konfiguration beim ersten Booten ausführen lassen.

Läuft wie geschmiert, Archlinux und Debian haben da schon mehr Probleme gemacht.. :D

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