Hallo Leuts,
ich bin mir ziemlich sicher, dass es ähnliche Fragen oder genau dieselbe Frage schon mal hier im Forum gegeben haben muss. Leider konnte ich Sie nicht finden. Deshalb hier die Frage(n) mit meinen Worten.
Szenario: Ein Kernel ( 2.6.18 ) wurde schon installiert. Dieser ermittelte seine Konfiguration automatisch, d.h. hierbei wurden auch Module installiert, die ich in Wirklichkeit nicht benötige. Nun möchte ich denselben Kernel nochmal neu kompilieren. Dabei sollen einige Module in den Kernel integriert werden und wieder andere Module aus der kompletten Installation rausfallen.
Wie verhält es sich nun mit schon installierten Modulen nach Eingabe von "make install" (aus dem Kernel-Src-Verzeichnis)? Werden die nicht mehr benötigten Module aus der Installation entfernt? Wohin installiert ein Kernel eigentlich seine benötigen Module? Ist das /lib/modules?
Mein Ziel wäre es nur die wirklich benötigten Module auch im Dateisystem abgelegt zu haben. (keinen unnötigen Platz verschwenden)
Hoffe, dass ganze war auch für Euch Experten verständlich.
Danke & Gruß
NicoP.
Kernel(s) kompilieren & Module & Installation
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- Beiträge: 9
- Registriert: 23.08.2007 09:57:22
hi,
beim ersten Versuch würde ich erstmal einen zweiten, unabhängigen
Kernel bauen. Das kostet zwar vorübergehend mehr Plattenplatz, aber
du kannst notfalls immer noch den alten booten. Als Grundlage für
die .config eignet sich /boot/config-2.6.18-5-cpu.
Damit klar ist, welcher dein neuer ist, solltest du ihm einen eigenen
Versionszusatz geben:
General Setup -> Local Version
Mit "make modules_install" werden die neuen Module dann unter
"/lib/modules/2.6.18-mein-kernel/" angelegt. Die Original-Module
bleiben unverändert in "/lib/modules/2.6.18-5-cpu".
Den Kernel selbst solltest du mit genau dem gleichen Namen nach
/boot kopieren. Wenn alles läuft, kannst du das linux-image-Paket
einfach deinstallieren. Dabei werden Kernel und Module gelöscht.
Noch mehr Platz kannst du sparen, wenn du auf die initrd verzichtest.
Unter Umständen kannst du dann auch noch udev deinstallieren.
beim ersten Versuch würde ich erstmal einen zweiten, unabhängigen
Kernel bauen. Das kostet zwar vorübergehend mehr Plattenplatz, aber
du kannst notfalls immer noch den alten booten. Als Grundlage für
die .config eignet sich /boot/config-2.6.18-5-cpu.
Damit klar ist, welcher dein neuer ist, solltest du ihm einen eigenen
Versionszusatz geben:
General Setup -> Local Version
Mit "make modules_install" werden die neuen Module dann unter
"/lib/modules/2.6.18-mein-kernel/" angelegt. Die Original-Module
bleiben unverändert in "/lib/modules/2.6.18-5-cpu".
Den Kernel selbst solltest du mit genau dem gleichen Namen nach
/boot kopieren. Wenn alles läuft, kannst du das linux-image-Paket
einfach deinstallieren. Dabei werden Kernel und Module gelöscht.
Noch mehr Platz kannst du sparen, wenn du auf die initrd verzichtest.
Unter Umständen kannst du dann auch noch udev deinstallieren.
Beware of programmers who carry screwdrivers.