Linux, die verstreuten Libs und 100 Ordner

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
Geier0815
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Beitrag von Geier0815 » 18.04.2007 21:18:56

Bevor ich dich jetzt als reinen Troll betrachte, habe ich noch mal ein paar Fragen: Wie lange arbeitest Du schon mit Windows? Wie lange hast Du gebraucht um damit *sicher* umgehen zu können?
Wenn Du schon Programme an deiner Paketverwaltung vorbei installieren willst, warum nimmst Du dann nicht die Verzeichnisstrukturen die dafür gedacht sind? Dafür gibt es doch bei den Sourcen die Möglichkeit mit Prefixen zu arbeiten. SuSE war früher ein schönes Beispiel dafür: KDE war komplett unter /opt angesiedelt.
Wenn Windows die Lösung ist...
kann ich dann bitte das Problem zurück haben?

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ThJenal
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Beitrag von ThJenal » 18.04.2007 21:29:00

Django hat geschrieben: naja ich arbeite mich schon gerne in was ein
aber irgendwie haut man unter linux/BSD den tisch besonders oft auf den kopf?
Nö, eigentlich nicht, ausser man hat einen dummen Fehler gemacht, der durch ein bisschen Nachdenken und RTFM locker vermeidbar gewesen wäre :wink: .

Aber hast du schonmal probiert, ein Problem unter Windows zu beheben, bei dem dir die Meldungen in der Ereignisanzeige (soll wohl unter windows sowas wie /var/log/ sein) geholfen haben? Da lob ich mir doch die eindeutigen syslogs von linux (bsd kenn ich noch nicht, dürfte aber ziemlich dasselbe sein wie bei Linux), im Gegensatz zu Windows ist das ja fast schon Klartext.

Imho ein Punkt, der leider nicht allzuoft als Pluspunkt von *nix gegenüber Windows genannt wird.
Zuletzt geändert von ThJenal am 18.04.2007 21:39:40, insgesamt 2-mal geändert.
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herrchen
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Beitrag von herrchen » 18.04.2007 21:32:39

ThJenal hat geschrieben: Aber hast du schonmal probiert, ein Problem unter Windows zu beheben, bei dem dir die Meldungen in der Ereignisanzeige (soll wohl unter windows sowas wie /var/log/ sein) geholfen haben?
http://eventid.net/

herrchen

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Six
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Beitrag von Six » 19.04.2007 11:21:40

herrchen hat geschrieben:
ThJenal hat geschrieben: Aber hast du schonmal probiert, ein Problem unter Windows zu beheben, bei dem dir die Meldungen in der Ereignisanzeige (soll wohl unter windows sowas wie /var/log/ sein) geholfen haben?
http://eventid.net/

herrchen
Danke! Das Ding hätte ich gestern gebraucht. Bookmark...
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Django
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Beitrag von Django » 19.04.2007 11:38:44

Ich hab die EventLogs nie gebraucht...mein WIn läuft 24/7 ohne Probleme..

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Kokopelli
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Beitrag von Kokopelli » 19.04.2007 12:13:49

Django hat geschrieben:Ich hab die EventLogs nie gebraucht...mein WIn läuft 24/7 ohne Probleme..
Dann lass es weiterlaufen und lass uns unsere Ruhe...
Beste Grüße, Kokopelli
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Re: Linux, die verstreuten Libs und 100 Ordner

Beitrag von Six » 19.04.2007 13:08:26

Django hat geschrieben:Hm, eine Sache die Linux für mich irgendwie unheimlich umständlich macht, ist das ein Programm an hundert verschiedenen Stellen Dateien ablegt und benötigt.

Beispiel Mplayer (muss jetzt nicht 100 pro stimmen):
Binärdatei /usr/bin
Konfigurationsdatei: /etc/mplayer/mplayer.conf
Weitere Dateien: /home/username/.mplayer/bla.conf
Skins: /usr/local/share/mplayer/skins
Codecs: /usr/lib/codecs
win32 codecs: /usr/lib/win32codecs
Diese Verteilung folgt dem schon erwähnten FHS, der in allen POSIX Systemen Anwendung findet. Wenn du was genauer hingucken würdest, dann würdest du die Ordnung auch erkennen.

Code: Alles auswählen

Globale Einstellungen: /etc/ + /etc/$PROGRAMNAME
Lokale (d. h. per User) Einstellungen: /home/$USER/$.PROGRAMNAME
Ausführbare Dateien: /usr/bin/$PROGRAMNAME
Gemeinsam nutzbare Resourcen: /usr/share/ + /usr/share/$PROGRAMNAME
Gemeinsam nutzbare Systembibliotheken: /usr/lib
Ist doch einfach. MS Windows macht das auch nicht anders, nur zeigt es dir das nicht. So sieht das z. B. in MS Windows XP Pro SP2 aus:

Code: Alles auswählen

Globale Einstellungen: Registry + Documents and Settings/All Users/Application Data
Lokale (d. h. per User) Einstellungen: Registry + Documents and Settings/$USER/Application Data/$PROGRAMNAME
Ausführbare Dateien: /Program Files/$PROGRAMNAME + /Program Files/$PROGRAMNAME/$BIN
Gemeinsam nutzbare Resourcen: /Windows + Documents and Settings/Default User + Documents and Settings/LocalService/$SERVICE + Documents and Settings/NetworkService/$SERVICE + Documents and Settings/All Users/Application Data/$PROGRAMNAME
Gemeinsam nutzbare Systembibliotheken: /Windows/system + /Windows/System32
Ist nicht viel komplizierter, aber auch bestimmt nicht leichter als der FHS, oder?
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Beitrag von TRex » 19.04.2007 14:42:44

..und irgendwie erscheint mir die Linuxvariante logischer...weiß auch nicht warum.
Jesus saves. Buddha does incremental backups.
Windows ist doof, Linux funktioniert nichtDon't break debian!Wie man widerspricht

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Kokopelli
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Beitrag von Kokopelli » 19.04.2007 14:45:46

TRex2003 hat geschrieben:..und irgendwie erscheint mir die Linuxvariante logischer...
ACK.
Und transparenter noch dazu. Registry.... das weckt üble Erinnerungen *schauder*
Beste Grüße, Kokopelli
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zypral
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Beitrag von zypral » 19.04.2007 20:32:09

Django hat geschrieben:Ich hab die EventLogs nie gebraucht...mein WIn läuft 24/7 ohne Probleme..
Das war bei mir auch so... da ich brain.exe (wirklich tolle Seite, empfehle ich oft) benutzt habe hatte ich nichtmal Probleme mit Viren. Windows wurde für mich schlichtweg langweilig und war auf 500 MHz nicht gerade eine Rennmaus . Das war auch der Grund warum ich angefangen habe mich für Linux zu interessieren. Nun bin ich seit über 1/2 Jahr dabei und bereue nichts. Und man merkt auch die ganzen Nachteile von Windows erst wenn man sich ein wenig in Linux eingearbeitet hat ... und damit meine ich keine Viren.

michaa7
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Beitrag von michaa7 » 19.04.2007 21:50:07

na, ob dus noch liest, weiß ich ja nicht, aber dein ärger hat mich schon sehr an meinen zu beginn meiner linuxkarriere erinnert.

Zunächstmal zum finden:

dpkg -L <paketname>

zeigt dir inkl. pfad alle zu einem paket installierten datein.


Und im übrigen wirst du früher oder später die tatsache akzeptieren müssen, dass der hauptunterschied zwischen windows und linux darin besteht, dass es eben tatsächlich unterschiede gibt. Linux ist tatsächlich anders. Und damit ist nicht besser, schlechter, schneller, schöner, kostenfreier, genialer oder was auch immer gemeint, sondern nur, dass linux nicht durchgängig mit eingeübten windowsgewohnheiten kompatibel ist und daher teilweise umdenkarbeit erfordert. Dass das nerft und anstrengt ist richtig. Nur windows ist auch anders; wer ist denn verantwortlich dafür, dass du einstmals nicht mit linux, sondern mit diesem anderen betriebsystem deine computerkarriere beginnen mußtest? Der ist doch dran schuld, dass du jetzt umdenken mußt.
gruß

michaa7

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Menschen ändern gelegentlich ihre Ansichten, aber nur selten ihre Motive. (Oskar Negt)

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