etch als Server?

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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babbabaus
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etch als Server?

Beitrag von babbabaus » 24.02.2007 16:59:45

Hallo zusammen,

ich moechte kommende Woche via Samba ein PDC/BDC-System aufbauen, das in den kommenden Wochen ein altes NT4-System in unserem Unternehmen abloesen soll.

In der vergangenen Zeit haben wir mit Etch diesbezüglich schon sehr viel getestet und sind sehr zufrieden damit. Alles läuft sehr stabil und die Pakete sind sehr aktuell.

Auch auf verschiedenen Workstations habe ich Etch im Einsatz und bin sehr zufrieden damit.

Es liegt nahe, das wir fuer den PDC/BDC-Einsatz Etch wählen, einziges Manko: es ist noch nicht stable. Sarge hingegen ist (bzgl. verschiedener Pakete) zu alt und ich moechte hier ungern mit Backports arbeiten.

Alternativ sehe ich noch Ubuntu 6.06 LTS . Ist Debian-basierend und wird noch lange mit Patches versorgt. Die Software wäre hinreichend aktuell.

In den letzten Jahren haben wir auch viel mit SUSE gemacht - haben davon aus unterschiedlichen Gruenden immer mehr Abstand genommen.

Was würdet ihr empfehlen?

Vielen Dank für Eure Meinungen :-)

nepos
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Beitrag von nepos » 24.02.2007 17:32:08

Dann nimm Etch, es ist ja so gut wie stable.

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catdog2
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Beitrag von catdog2 » 24.02.2007 18:55:10

Ich würd auch etch nehmen. Es ist praktisch stable und wird soweit ich weiss schon voll vom sicherheitsteam unterstützt.

Ubuntu ist definitiv keine Servertaugliche Distribution.
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H4kk3r
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Beitrag von H4kk3r » 24.02.2007 22:20:09

Etch habe ich seit November auf einem Server laufen. Keine Probleme. Alles läuft stabil. In den nächsten Tagen darf ich Teile für einen zusätzlichen Server bestellen. Darauf kommt natürlich auch Etch zum Einsatz. Diesmal mit einem Raid1 und einer zusätzlichen Backup-Platte.

Ubuntu habe ich vor 2 Wochen das erste Mal getestet und mich nur aufgeregt. Nein danke.
Gruß, Marcus

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scipio
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Beitrag von scipio » 25.02.2007 11:22:53

Etch ist eine gute Wahl.
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M.C.S.
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Beitrag von M.C.S. » 25.02.2007 12:50:22

catdog2 hat geschrieben:Ubuntu ist definitiv keine Servertaugliche Distribution.
Warum?
Es sollte Standard sein, Standard mit d zu schreiben...

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armin
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Beitrag von armin » 25.02.2007 12:57:16

Ich habe Ubuntu nie gesutzt, aber ich würde jede Wette eingehen, dass sich dort um einiges mehr Bugs finden, als in Debian. Wie sollten es auch weniger sein? So etwas wie einen Freeze und richtig ordentliches Testen gab es ja in dem Sinne nicht.

Ich würde auch Etch empfehlen. Habe das hier auch schon auf dem Server laufen und es tut wunderbar :)
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Beitrag von M.C.S. » 25.02.2007 13:02:31

Trigger. hat geschrieben:Ich habe Ubuntu nie gesutzt, aber ich würde jede Wette eingehen, dass sich dort um einiges mehr Bugs finden, als in Debian.
Reine Mutmaßung. Kann sein, muss aber nicht. Sicherheitspatches waren jedenfalls schon so einige Male deutlich schneller bei Ubuntu verfügbar als bei Debian.

Momentan läuft bei mir auch noch alles unter Debian, aber für bestimmte Teilbereiche bin ich ernsthaft am überlegen, auf Ubuntu-Server zu wechseln.
Es sollte Standard sein, Standard mit d zu schreiben...

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Beitrag von 123456 » 25.02.2007 13:18:30

M.C.S. hat geschrieben:
Trigger. hat geschrieben:Ich habe Ubuntu nie gesutzt, aber ich würde jede Wette eingehen, dass sich dort um einiges mehr Bugs finden, als in Debian.
Reine Mutmaßung. Kann sein, muss aber nicht. Sicherheitspatches waren jedenfalls schon so einige Male deutlich schneller bei Ubuntu verfügbar als bei Debian.
Das ist auch irgendwo statistisch hinterlegt mit dem schneller fixen. Es kommt auch stark darauf an, welche Pakete man einsetzt. Also die Ubuntu Pakete aus main und restricted erfahren proffessionelle Pflege und Security Patches. Die aus universe und mulitverse oft gar nichts, obwohl man die Bugs mehrfach anpreist (ging mir mit loop-aes so).

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dopehouse
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Beitrag von dopehouse » 25.02.2007 13:44:18

Also ich benutze kein Ubuntu und will es auch nicht unbedingt schlecht machen. Aber wie war denn das mit dem Xorg Update vor ca einem Jahr, als der der Xorg dann nen Monat lang nicht funktionierte. Haben die sich das Update vorher nicht genau angeschaut und einfach auf die User losgelassen oder wie funktioniert das da mit den Updates?

pluvo

Beitrag von pluvo » 25.02.2007 14:36:18

dopehouse hat geschrieben:Also ich benutze kein Ubuntu und will es auch nicht unbedingt schlecht machen. Aber wie war denn das mit dem Xorg Update vor ca einem Jahr, als der der Xorg dann nen Monat lang nicht funktionierte. Haben die sich das Update vorher nicht genau angeschaut und einfach auf die User losgelassen oder wie funktioniert das da mit den Updates?
Klar ärgerliche Sache und sollte nicht passieren. Aber es ist eben passiert :wink:

Ich habe mit einem Ubuntu Server (Dapper Drake) garnicht so schlechte Erfahrungen gemacht. Klar finde ich debian um einiges besser, aber vor 3 Monaten war eben ein Ubuntu Server gegenüber einen Debian Sarge Server überlegen. (Neuere MySQL Version, Stable und Sicherheitsupdates ...)

Aber bitte kein Ubuntu vs. Debian :P

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scipio
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Beitrag von scipio » 25.02.2007 14:44:23

Wie wäre es dann mit RHEL/CentOS vs Debian? :lol:
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babbabaus
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Beitrag von babbabaus » 26.02.2007 11:53:16

Hallo zusammen,

zunächst einmal vielen Dank für die vielen Kommentare zum Thema.

Mir geht es weniger darum, einen Vergleich Debian vs. Ubuntu anzustossen, den hatten wir hier im Forum schon genug :-)

Mir geht es vielmehr darum, Meinungen einzuholen, zu bewerten und zu sehen, ob andere Etch bereits produktiv einsetzen und wie zufrieden ihr damit im Produktivbetrieb damit seid.

Debian an sich ist für mich im Serverbetrieb (und auch als Workstation) die erste Wahl. Als Alternative sehe ich Debian-basiert eben auch Ubuntu auf Grund der LTS und habe hier schon von einigen gehört, dass sie damit sehr zufrieden sind.

Nochmals vielen Dank für alle Zuschriften :-)

R.Heller
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Beitrag von R.Heller » 26.02.2007 13:01:29

Auch Hallo,
also ich betreib meinen (privaten) Server unter Sarge und die Desktop unter Sarge und Ubuntu (Dapper).

Grundsätzlich heißt die Empfehlung ja immer Server = stable = derzeitig eben Sarge, aber warum?
Die Stable-Version hat für mich den Vorteil, dass da im Rahmen von Updates keine grundsätzlich neuen Pakete rübergeschoben werden, sondern nur noch Sicherheitsupdates. Du solltest dich also im Grunde darauf verlassen können, dass wenn dein Server einmal läuft, er läuft und läuft und eben läuft - soweit du keine Änderungen an den Funktionsumfang definierst, ist das auch gut so.

Wenn du aber Etch bereits entsprechend für dich getestet hast ... spricht meines Erachtens derzeit nichts mehr gegen einen Einsatz.

Pass halt nur darauf auf, was für Updates du bekommst ... reine Sicherheitsupdates sollten eigentlich keine Auswirkungen auf den Betrieb des Servers haben ... bei Updates jedoch, die auch neue Programmfunktionen etc. beherbergen, kann die Sache jedoch ganz anders aussehen - diese dürften jedoch immer seltener werden.

Den Vorteil, den du beim Einsatz von Etch auf jeden Fall hast, ist der, dass du eine Betriebssystemversion weniger im Einsatz hast - auch schon was wert.

Gruß
Roland

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