Windows-Partition einbinden?

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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Kai-Behncke
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Windows-Partition einbinden?

Beitrag von Kai-Behncke » 03.01.2007 20:51:07

Hallo liebe Leute,
auf meinem Rechner läuft Windows XP und auf einer anderen Partition Debian.
Unter Windows speichere ich Dateien unter F: ab, welche ich gerne auch unter Debian aufrufen möchte, nur wie?
Wie kann ich unter Debian eigentlich auf eine Windows Partition zugreifen?
Wie kann ich diese in das Debian-System einbinden?
Vielen Dank!!

schwedenmann
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Win Partition

Beitrag von schwedenmann » 03.01.2007 21:46:20

Hallo


wen du ntfs hast, ist das ein Problem.

Du kannst ntfs3g benutzen, aber es gibt afaik keine debs dafür und ob das 100% klappt weiß ich nciht.

ich teste im Moment ext2Ifs, damit kann man von XP aus auf ext273 lesen und schreiben. Klappt bsiher, muß das aber noch ausführlciher testen.


ist afaik wahrcheinlicher besser und sicheer als auf ntfs zu schreiben.

mfg
schwedenmann

Kai-Behncke
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Beitrag von Kai-Behncke » 03.01.2007 22:47:29

Danke zunächst für die Antwort.
Das Dateisystem liegt in NTFS vor, das Problem:
Ich bin blutiger Debian-Anfänger und suche quasi den Befehl, welcher mir anzeigt, welche Datenquellen ich mounten kann, bzw. den Befehl, welcher dann letztlich F: mountet......
Weiß da jemand Rat?

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H4kk3r
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Beitrag von H4kk3r » 03.01.2007 23:27:56

Du musst erstmal wissen, wie die Geräte heißen:

Code: Alles auswählen

ls /dev/hd*
ls /dev/sd*
Gruß, Marcus

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Pawel
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Beitrag von Pawel » 04.01.2007 09:32:11

H4kk3r hat geschrieben:Du musst erstmal wissen, wie die Geräte heißen:

Code: Alles auswählen

ls /dev/hd*
ls /dev/sd*
Das wird im wenig nutzen. Das zeigt nur eine Liste aller definierten Devices und nicht die Liste der verfügbaren Partitionen. Besser ist:

Code: Alles auswählen

cat /proc/partitions
@Kai-Behncke: Mit dem obigen Befehl werden alle Partitionen gezeigt. Am besten gehst du da nach der Größe der Partition.
Ansonsten solltset du wissen, wie F: eingebunden ist. Also welche Festplatte (Primary/Secondary Master/Slave), was für eine Schnittstelle (IDE/SATA) und was für eine Partition das ist.

Der mount Befehl könnte in etwa so aussehen:

Code: Alles auswählen

mount -t {DATEISYSTEM} /dev/{DEVICE} /mnt
Für mehr Informationen sehe

Code: Alles auswählen

man mount
Du solltest auch noch den Rat von Schwedenmann folgen und für den Datenaustausch zwischen den Betriebssystemen eine eigene Partition benutzen. FAT32/vfat wird von Linux und Windows von Haus aus erkannt. NTFS sollte man auch mit dem ntfs3g Treibern nur lesend benutzen.

nepos
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Beitrag von nepos » 04.01.2007 10:24:18

Benutze ntfs-3g schreibend und habe damit absolut keine Probleme...

cronotk
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Beitrag von cronotk » 04.01.2007 11:05:55

nepos hat geschrieben:Benutze ntfs-3g schreibend und habe damit absolut keine Probleme...
...was nichts daran ändert, dass es sich noch um Beta-Software handelt, die - zumindest theoretisch - das Dateisystem schotten kann.

Ist ntfs3g das, was man in den Kernel reinkompilliert, oder ist das so ein Zusatzding?
Ich habe es immer direkt reinkompilliert, den Ausdruck kenne ich so gar nicht :wink:

nepos
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Beitrag von nepos » 04.01.2007 11:12:13

NTFS-3G nutzt die FUSE-Schnittstelle zum Kernel, ist also nicht fest im Kernel. Der Treiber an sich läuft dann als ganz normaler Prozess im Userspace.

Und ja sicher kann man sich damit das Filesystem zerschießen. Aber wenn man Schreibzugriff auf NTFS braucht, ist NTFS-3G wesentlich besser als das, was momentan im Kernel ist. Alternative wäre dann nur noch ein zu bezahlender Treiber soweit ich weis.

Pawel
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Beitrag von Pawel » 04.01.2007 11:12:35

nepos hat geschrieben:Benutze ntfs-3g schreibend und habe damit absolut keine Probleme...
Alles was jenseits "stable" ist, ist für mich gefährliches Vodoo. :)

Wie ich gerade gesehen habe, ist das ntfs-3g Paket auch in Debian (testing) und sollte mit dem hoffentlich bald kommenden Etch stable werden. Dann werd ich es mir mal genauer anschauen. :)

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garibaldi
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Beitrag von garibaldi » 04.01.2007 11:20:37

Pawel hat geschrieben:Besser ist:

Code: Alles auswählen

cat /proc/partitions
Noch besser ist (als root):

Code: Alles auswählen

# fdisk -l
Dadurch werden auch die Gerätenamen und Dateisysteme der verschiedenen Partitionen ausgegeben.

Gruß, garibaldi
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Kai-Behncke
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Beitrag von Kai-Behncke » 04.01.2007 13:35:13

Vielen Dank für die Antorten, das ist wirklich eine große Hilfe :lol:

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