mbr mit lilo wiederherstellen (gelöst)

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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guennid

mbr mit lilo wiederherstellen (gelöst)

Beitrag von guennid » 20.11.2006 17:17:40

Die beste aller Frauen verlangt nach win neben debian sarge auf ihrem Notebook. Wie kann ich am ökonomischsten lilo im mbr wiederherstellen?
Mit knoppix und chroot möchte ich mich nicht so gerne herumplagen und im sarge-Installer sehe ich keine so nützliche Funktion mehr wie weiland unter woody: "bestehende root-Partition einbinden" (oder so ähnlich).
Könnt folgendes funktionieren:
Ich installiere nach der win Installation lilo neu mittels woody-installer und date den anschließend up? - Oder gibt das Probleme, weil's zunächst auf ein downgrade hinausläuft?

Alternative:
1. lilo deinstallieren
2. win installieren
3. woody-installer, lilo installieren
4. lilo updaten
?

Grüße, Günther
Zuletzt geändert von guennid am 22.11.2006 15:06:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Six
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Beitrag von Six » 20.11.2006 17:21:29

Verstehe ich nicht,

Code: Alles auswählen

rescue root=/dev/bla <kerneloptions>
funktioniert auch bei Sarge, oder nicht?
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guennid

Beitrag von guennid » 20.11.2006 18:50:21

Six hat geschrieben:Code:
rescue root=/dev/bla <kerneloptions>
Und das wiederum versteh' ich nicht. Ich habe hier schon einige Male eine Lösung gesucht, aber dabei ist mir das noch nicht untergekommen.

Noch mal zur Klarstellung: Ich muss win (2000) nachträglich installieren. Das wird mir nach allem, was ich zu wissen glaube, den existierenden mbr mit lilo zerschießen, so dass ich sarge nicht mehr werde booten können. Ich will wissen, wie ich lilo im MBR möglichst einfach wiederherstellen kann, bzw, ob das, was ich mir zu diesem Behufe ausgedacht habe, funktionieren wird.

Grüße, Günther

[edit:]
rescue root ...
Hat das was mit der netinst-CD zu tun? Die habe ich nicht.

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neuss
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Beitrag von neuss » 20.11.2006 19:06:39

Hallo,

boote mal deine sarge Installations-CD und schau mit F1, F2, F3 welche Optionen es alles gibt. Da sollte auch was von rescue stehen.
Der Weg den Six beschrieben hat ist der einfachste, chroot und so braucht man da nicht, also ganz in deinem Interesse.
Falls rescue nicht funktioniert, kannst Du es auch mit rescbf26 probieren.

gruss neuss
stell dir vor, es geht, und keiner kriegt es hin.

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Six
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Beitrag von Six » 20.11.2006 22:01:20

neuss hat geschrieben:Hallo,

boote mal deine sarge Installations-CD und schau mit F1, F2, F3 welche Optionen es alles gibt. Da sollte auch was von rescue stehen.
Der Weg den Six beschrieben hat ist der einfachste, chroot und so braucht man da nicht, also ganz in deinem Interesse.
Falls rescue nicht funktioniert, kannst Du es auch mit rescbf26 probieren.

gruss neuss
Genau. Statt z. B. linux26 gibt man rescue mit den oben beschriebenen Parametern ein. Das hat früher immer funktioniert, aber ich habe das auch schon ein paar Jährchen nicht mehr benutzt ;-)
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Paddy
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Beitrag von Paddy » 20.11.2006 22:05:04

Wenn du nachträglich Windows installieren willst und dein MBR mit lilo bleiben soll kannst du auch im Bios den Virenschutz aktivieren, das hat zumindest bei mir geholfen, Windows konnte dann nicht in den MBR schreiben. Zumindest einen Versuch ist es wert.

Gruß, Paddy

guennid

Beitrag von guennid » 20.11.2006 23:28:27

Six hat geschrieben:Statt z. B. linux26 gibt man rescue mit den oben beschriebenen Parametern ein.
Also Leute, wer ist hier eigentlich der Experte? Bisher glaubte ich immer, ich sei's jedenfalls nicht!
Meinem sarge installer kann ich keinen Befehl rescue andrehen. Er kennt ihn nicht. Das ist hier in desem thread auch das 1.Mal dass ich davon höre.
Ich könnte allenfalls versuchen, über den Menüpunkt Partitionierung, die debian-Partition einzubinden, aber das ist mir zu heiß - ich will mir auf keinen Fall des bescheuerten wins wegen das debian platt machen.
Der woody-installer bietet diese Möglichkeit: Ich kann ohne zu partitionieren, eine existierende debian-partition einbinden und anschließend unter Umgehung aller "normalen" Installationsroutinen lilo neu in den MBR schreiben. Könntet ihr mal was dazu sagen, ob das auch mit existierendem sarge funktionieren könnte oder nicht.

@paddy
... kannst du auch im Bios den Virenschutz aktivieren
Danke für den Tipp, aber das werde ich so ziemlich als letztes versuchen, weil ich nicht annehme, dass das bios des nicht so ganz taufrischen Schleppis, das kann.

Grüße, Günther

charno
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Beitrag von charno » 21.11.2006 06:12:47

hallo,

Hier die Befehle in der Annahme, dass Linux auf /dev/hda installiert ist, ansonsten musst du das passende Device einsetzen.

Code: Alles auswählen

Masterbootrecord in die Datei /mbr.img sichern (erste IDE-Platte):
dd if=/dev/hda of=/mbr.img bs=512 count=1

Masterbootrecord auf erste IDE-Platte zurückschreiben:
dd if=/mbr.img of=/dev/hda 
(Copy & Paste)

Den 1. Befehl kannst du ohne Probleme im laufenden System ausführen, den 2. kannst du - ohne chroot-frickelei - in Knoppix anwenden.

Was macht das ganze?
Der 1. Befehl speichert die ersten 512 bytes (oder bits? Bin nicht sicher...) in einer von dir gewählten Datei.
Der 2. Befehl schreibt die Datei wieder in den MBR zurück.

Danach musst du die lilo.conf anpassen, um Windows booten zu können.

Gruss
Christof

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Six
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Beitrag von Six » 21.11.2006 12:29:06

Günther Ditthardt hat geschrieben:
Six hat geschrieben:Statt z. B. linux26 gibt man rescue mit den oben beschriebenen Parametern ein.
Also Leute, wer ist hier eigentlich der Experte? Bisher glaubte ich immer, ich sei's jedenfalls nicht!
Meinem sarge installer kann ich keinen Befehl rescue andrehen. Er kennt ihn nicht. Das ist hier in desem thread auch das 1.Mal dass ich davon höre.
OK, dann gibt es diese Funktion anscheinend nicht mehr, wer hätte das gedacht? Das finde ich zwar schade, aber es bricht auch kein Bein, nur muß man in Zukunft halt wieder Boot-Disketten erstellen.
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Beitrag von DynaBlaster » 21.11.2006 12:56:31

Six hat geschrieben:OK, dann gibt es diese Funktion anscheinend nicht mehr, wer hätte das gedacht? Das finde ich zwar schade, aber es bricht auch kein Bein, nur muß man in Zukunft halt wieder Boot-Disketten erstellen.
Hm, wundert mich auch ein bisschen und nachvollziehen kann ich es erst recht nicht. Zu Anfang meines Linux-Lebens habe ich andauernd so gebootet, um irgendwelche Fehler, die ich vorher begangen hatte, so zu korrigieren. Gerade dieser Umstand hat mich ja in meiner Meinung gefestigt, daß Linux robuster und störunanfälliger ist als Windows. Ich habe bei Bekannten jedenfalls noch nie eine Win-Installation mittels Reperaturkonsole retten können :roll:

Aber so richtig nachvolllziehen kann ich die Aversion gegn Knoppix auch nicht. Knoppix booten, die Partitionen mounten, chrooten und lilo ausführen, fertig. Da gibt es tausend Sachen, die aufwendiger sind.
Zuletzt geändert von DynaBlaster am 22.11.2006 00:36:58, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag von Sid Burn » 21.11.2006 14:18:33

Du kannst auch den Bootloader mithilfe von dd Sichern, win installieren, und danach den Bootloader zurück Kopieren. Wichtig ist nur das du nur den Bootloader sicherst und nicht den ganzen MBR. (Sonst werden auch die Partitionierung von vor der Win installation zurück gesichert)

dd if=/dev/sda of=/home/bootloader.bin bs=1 count=440

Der Bootloader befinden sich in den ersten 440Bytes des MBRs daher musst du nur diesen Teil sichern, und zurück spielen.

Danach Knoppix Booten und den Bootloader zurück Kopieren. Ob es einfacher ist kann ich nicht sagen. Ist aber ein zusätzlicher weg.

Ich würde es aber ebenfalls mit einer Knoppix und chroot machen. Was dagegen spricht wüste ich auch nicht.

guennid

Beitrag von guennid » 21.11.2006 17:44:11

Ich hab's jetzt so gemacht:
1. mbr gesichert, wie von charno empfohlen (die Datei landet dann in der Wurzel des sarge-Dateisystems [ist logo, sollte denoch gesagt werden, weil sich die Pfadnamen egal, ob man später knoppix, oder sonstwas nimmt, ganz gewaltig verschieben!) Merken, wie das Wurzelverzeichnis gerätedateimäßig heißt: bei mir /dev/hda6

2. win installiert (das ist zum Weglaufen!!!)

3. sarge-Installations-CD mit expert26 gestartet (ohne expert wird's ganz heikel, weil der installer dann windows-like das macht, was er will und nicht, das, was ich will), Return gedrückt bis zum Hauptmenü und dann ein Herz gefasst und hinein ins
4. Partitionierungsabenteuer - und tatsächlich er bietet, wenn man eine existierende linux-Partition ansteuert, die Option, nicht zu formatieren, sondern die vorhandenen Daten zu übernehmen. Also: existierende linux-Partition (bei mir wieder /dev/hda6) als Wurzel einbinden und Partitionierung beenden.
5. Ich bin dann (bei laufendem Installer) auf eine Konsole gegangen. ls funktioniert in diesem Stadium. Man sieht einen Eintrag target. Dort ist die Linuxpartition eingebunden. Man wechselt mit cd nach /target. Ein weiteres ls zeigt uns (u.a.) mbr.img. Unter /target/dev finden wir hda, hda6, usw.
So, und nun das Finale:

Code: Alles auswählen

dd if=mbr.img of=/target/dev/hda
Damit ist alles paletti. Der debian-installer kann beendet oder abgebrochen werden.

Was man nicht machen darf: Es ist zum Kotzen, aber bei mir war es so: Versucht man nach dem Einbinden der linux-Partition im Hauptmenü des Installers weiterzumachen mit dem Menüpunkt "Lilo/grub installieren" (so wie ich das mit woody vorhatte), dann macht der das mitnichten!!!, sondern beginnt unverdrossen, das Grundsystem zu installieren!!!
(Das habe ich sofort abgebrochen, aber ob ich mir dabei was zerschossen habe, kann ich noch nicht sagen, noch läuft mein altes sarge (wieder) störungsfrei.

Warum ich keine live-CD genommen habe:
Hab' ich, sogar drei: puppy, knoppix, kubuntu. Ich war nicht in der Lage, mit diesen Systemen meine Festplatte(npartitionen) zweifelsfrei zu identifizieren und konnte demgemäß auch kein dd absetzen.

Warum ich nicht den woody installer genommen habe: Aus mir unerklärlichen Gründen mag dieser Schleppi diese CD nicht.

Grüße, Günther

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neuss
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Beitrag von neuss » 21.11.2006 18:06:22

Hallo,

schön dass Du es hinbekommen hast.
Nochmal zum rescue, ich habe heute mal meine Installations DVD gebootet und tatsächlich es gibt kein rescue. Dabei war ich ich mir sicher es erst gestern verwendet zu haben. War wohl eher gestern vor zwei Jahren mit Woody und natürlich mit rescbf24 und nicht rescbf26 (das gabs nämlich nie).
Sorry für die Falschinformation, ich erkläre mir dies mit ersten Alterungsserscheinungen :?

gruss neuss
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voyager
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Beitrag von voyager » 22.11.2006 18:53:55

Günther Ditthardt hat geschrieben: ... Warum ich keine live-CD genommen habe:
Hab' ich, sogar drei: puppy, knoppix, kubuntu. Ich war nicht in der Lage, mit diesen Systemen meine Festplatte(npartitionen) zweifelsfrei zu identifizieren und konnte demgemäß auch kein dd absetzen. ...
Ich habe schon öfters bei Reparaturarbeiten mit der Kanotix-Live gute Erfahrungen gemacht.

Gruß, voyager

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