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Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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whisel
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Beitrag von whisel » 13.11.2006 12:23:44

Hallo alle zusammen,
ich weiss nicht, ob das hier der Richtige Ort für den Beitrag ist aber irgendwie passte es alles nicht zu den anderen Themen.

Das Problem:

Ich habe auf einen Laptop eine "Minimal-Debian-Installation" gepackt. Das einzige was ich brauche ist nur ein telnet, mehr nicht. Ich brauche die Benutzeranmeldung nicht, ich brauche LILO nicht, jedenfalls sollte es bei booten nicht angezeigt werden, und am besten sollte sich der Telnet-Client automatisch mit einem vorgegebenem Benutzer, Passwort und der Adresse starten.

Ist dies möglich?

danke schon mal für die Antworten!

Edit by Snoopy:
Nach Grundsatzfragen verschoben

cosmac
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Beitrag von cosmac » 13.11.2006 22:14:59

Hallo whisel && willkommen im Debianforum!

Ganz ohne lilo (bzw. grub oder syslinux) geht es natuerlich nicht, aber du
kannst einfach die Wartezeit auf die Eingabe auf 1 Sekunde einstellen.

Quagmire hat hier einen Schnell-Boot-Mechanismus beschrieben.
Da wird letztlich X11 gestartet, aber das (und/oder den Start der bash)
ersetzt du durch den Start des telnet-Clients und fertig.

Den Telnet-User kann man mit "-l username" uebergeben, aber ich hab's
nie geschafft, das Telnet-Passwort zu unterdruecken. Vielleicht geht das
mit "putty" oder "plink" als telnet-client. Die sind beide im Paket putty.
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whisel
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Beitrag von whisel » 14.11.2006 13:49:25

Erstmal danke für die Antwort und die nette Begrüßung! :)

Ich habe bereits das Timeout in der lilo.conf auf 1 gesetzt aber komischerweise läuft der Timer immer bei 15 los :x

die automatische Anmeldung hab ich jetzt endlich hinbekommen, war ein echt gewaltiger Akt, da ich mich nicht all zu gut mit Linux auskenne (es aber immer öffters brauche). Na ja, falls mal eine das Problem haben sollte und die Forumsuche benutzt, ES GEHT MIT rungetty! :D

Das einzige Problem, dass ich jetzt noch habe ist das starten den Telnet-Clients mit Benutzer und Passwort. Der Schalter -l zeigt irgendwie keine Wirkung und wie ich das Passwort mit übergebe weiss ich auch nicht, habs schon mit Pipes versucht, darauf bekam ich aber nur ein "Connection closed by foreign host"

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KBDCALLS
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Beitrag von KBDCALLS » 14.11.2006 14:05:16

Wenn du Local mit dem Rechner arbeitest , wofür brauchst du dann noch Telnet :?: :?:

Zumal das sowieso unsicher ist. Wenn dann die ssh mit Key.

Es reicht ja nicht nur die Lilo.conf zu änderen der muß auch neu installiert werden. Oder man nehme Grub da wirkt das sofort.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

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whisel
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Beitrag von whisel » 14.11.2006 14:37:13

ich hab nen WAN - Simulator, mit dem ich mich verbinden muss. Ob das jetzt über telnet oder ssh läuft, ist im grunde genommen egal.

Es muss sich aber alles voll automatisch starten, der user soll erst garnicht aufgefordert werden ein Passwort einzugeben...oder einen benutzernamen und das ist meine Problem. Ich kann zwar mit -l (bei ssh) den benutzer übergeben aber kein Passwort.

nepos
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Beitrag von nepos » 14.11.2006 14:42:00

Mit einem Key, dessen Passphrase leer ist, kannst du das genauso machen und hast die Sicherheit der verschluesselten Verbindung.

whisel
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Beitrag von whisel » 14.11.2006 14:46:49

nepos hat geschrieben:Mit einem Key, dessen Passphrase leer ist, kannst du das genauso machen und hast die Sicherheit der verschluesselten Verbindung.
entschuldige, aber ich versteh nur polnisch rückwärts. könntest du das etwas ausführlicher erklären, bitte?

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Beitrag von nepos » 14.11.2006 15:14:38

Bei SSH kannst du dich statt mit einem Passwort mittels eines Keys ausweisen. Diesen Key kann man wiederum mit einer Passphrase schuetzen, so dass ihn unbefugte nicht benutzen koennen.
Wenn du nun auf dem Zielsystem deinen SSH-Key bekannt machst, welcher eine leere Passphrase hat, dann kannst du dich dort einloggen, ohne ein Passwort eingeben zu muessen.

whisel
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Beitrag von whisel » 15.11.2006 11:04:38

Und das ist das Problem, ich habe keine Ziel-System, meine Ziel-System ist eine Nightmare-Box (WAN - Simulator).

Bin jetzt so gut wie durch mit der Problembehandlung :)

rungetty sorgt für die automatische benutzeranmeldung und startet telnet bzw. das expect-script startet telnet mit den benutzerdaten.

Aber jetzt gebt es eine neues Problem: wenn ich telnet jetzt beende, dann startet sich das wieder neu bzw. es wird immer wieder das expect-script gestartet wie ich es in inittab eingetragen hab, aber ich will das die kiste sich runterfähr, wenn telnet beendet wird...geht das?

Und nochmals danke für die Beiträge!!!

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Beitrag von KBDCALLS » 15.11.2006 12:42:42

Das poste doch mal die Inittab.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
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whisel
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Beitrag von whisel » 15.11.2006 13:05:32

That's it:

# /etc/inittab: init(8) configuration.
# $Id: inittab,v 1.91 2002/01/25 13:35:21 miquels Exp $

# The default runlevel.
id:2:initdefault:

# Boot-time system configuration/initialization script.
# This is run first except when booting in emergency (-b) mode.
si::sysinit:/etc/init.d/rcS

# What to do in single-user mode.
~~:S:wait:/sbin/sulogin

# /etc/init.d executes the S and K scripts upon change
# of runlevel.
#
# Runlevel 0 is halt.
# Runlevel 1 is single-user.
# Runlevels 2-5 are multi-user.
# Runlevel 6 is reboot.

l0:0:wait:/etc/init.d/rc 0
l1:1:wait:/etc/init.d/rc 1
l2:2:wait:/etc/init.d/rc 2
l3:3:wait:/etc/init.d/rc 3
l4:4:wait:/etc/init.d/rc 4
l5:5:wait:/etc/init.d/rc 5
l6:6:wait:/etc/init.d/rc 6
# Normally not reached, but fallthrough in case of emergency.
z6:6:respawn:/sbin/sulogin

# What to do when CTRL-ALT-DEL is pressed.
ca:12345:ctrlaltdel:/sbin/shutdown -t1 -a -r now

# Action on special keypress (ALT-UpArrow).
#kb::kbrequest:/bin/echo "Keyboard Request--edit /etc/inittab to let this work."

# What to do when the power fails/returns.
pf::powerwait:/etc/init.d/powerfail start
pn::powerfailnow:/etc/init.d/powerfail now
po::powerokwait:/etc/init.d/powerfail stop

# /sbin/getty invocations for the runlevels.
#
# The "id" field MUST be the same as the last
# characters of the device (after "tty").
#
# Format:
# <id>:<runlevels>:<action>:<process>
#
# Note that on most Debian systems tty7 is used by the X Window System,
# so if you want to add more getty's go ahead but skip tty7 if you run X.
#


1:123:respawn:/sbin/rungetty --noclear --autologin wansim tty1 /home/wansim/login
2:123:respawn:/sbin/rungetty tty2
3:123:respawn:/sbin/rungetty tty3




#1:2345:respawn:/sbin/getty 38400 tty1
#2:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty2
#3:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty3
#4:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty4
#5:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty5
#6:23:respawn:/sbin/getty 38400 tty6

# Example how to put a getty on a serial line (for a terminal)
#
#T0:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS0 9600 vt100
#T1:23:respawn:/sbin/getty -L ttyS1 9600 vt100

# Example how to put a getty on a modem line.
#
#T3:23:respawn:/sbin/mgetty -x0 -s 57600 ttyS3[/b]

nepos
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Beitrag von nepos » 15.11.2006 13:23:55

Hm, mit respawn legst du ja fest, dass rungetty beim Beenden wieder neu gestartet werden soll. Eventuell waere statt dessen once besser geeignet. Damit wuerde zumindest das rungetty nicht mehr neu gestartet. Wie man das mit dem Runterfahren loesen koennte, da bin ich im Moment ueberfragt. Eventuell koennte man den shutdown in dein /home/wansim/login mit einbauen.

whisel
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Beitrag von whisel » 15.11.2006 15:47:09

Hey super, das mit once hat schon mal hingehauen :D

Ich muss mal gucken, ob es einen befehl (expect) gibt, der wartet, bis ein Prozess beendet wurde. Damit könnte ich am ende des Skripts den PC runterfahren.

cosmac
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Beitrag von cosmac » 15.11.2006 17:19:03

vielleicht so in der Art?

Code: Alles auswählen

1:0:bootwait:/sbin/rungetty --noclear --autologin wansim tty1 /home/wansim/login
2:12:once:/sbin/shutdown -h now
- rungetty wird gestart bevor der Runlevel 2 erreicht wird.
- init wartet, bis es beendet wird
- erst jetzt wird auf Runlevel 2 umgeschaltet
- das erste was da passiert, ist ein shutdown

Jedenfalls lese ich das aus "man inittab" so raus.
Nachteil: es geht wirklich nur noch die Spezial-Anwendung.
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whisel
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Beitrag von whisel » 17.11.2006 14:41:36

es scheint nicht zu funktionieren, da der rechner schon runtergefahren wird, bevor das script ausgeführt wird :(

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Joghurt
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Beitrag von Joghurt » 17.11.2006 20:15:37

Rufe doch anstatt des Gettys ein Skript mit dem Inhalt

Code: Alles auswählen

#!/bin/sh
getty...
/sbin/halt
auf.

whisel
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Beitrag von whisel » 21.11.2006 11:30:25

Hab das Ganze mal etwas anders gestaltet.
Ich habe einfach in die inittab folgendes eingetragen:

...

1:2:wait:/sbin/rungetty --noclear --autologin wansim tty1 /home/wansim/login
2:2:once:/sbin/rungetty shutdown -h

...

Aber jetzt hab ich noch eine Frage -ich verspreche, es wird die letzte zu diesem Thema :) -

Wie bekomme ich es hin, dass sich der Rechner komplett runterfährt (ausschaltet) und nicht zum schluss mit "System halt" oder so stehen bleibt?

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