I.C.Wiener hat geschrieben:
Das Problem bleicht das gleiche. Wer tut das? Die meisten Entwickler scheinen mit dem jetzigen System zufrieden zu sein. Oder sie haben eben keine Zeit, ihre Pakete zu vernachlässigen um so ein System aufzubauen.
Schön, dann wird es halt auch weniger Bugreports geben.
Wenn das besser ist?
Ein Bugreport ist keine einfache Sache. Nicht jeder Anfänger sollte Bugreports schreiben, ohne sich mit der Materie auseinandergesetzt zu haben.
Ich bin kein Anfänger beim schreiben von Bugreports sondern weiß sehr genau wie man gute Bugreports schreibt, Erfahrungen habe ich bei Gnome und Mozilla genug gesammelt, aber warum soll ich mir jetzt das ganze Anfängertutorial durchlesen nur um
den entsprechenden Link auf ein Webinterface für das einsenden von Bugs zu finden?
Ein schöner, auffälliger Link zu einem Eingabefeld würde die Zahl der Bugreports schnell nach oben treiben. 90% davon wären wertlos.
Mag ja sein, aber es steigt auch die Anzahl hochwertiger Bugreports.
Außerdem kann man die Zahl schelchter Bugreports eindämmen, in dem
man das Webinterface so gestaltet, daß es den Benutzer führt.
D.h. also gezielte Fragen stellt, Seite für Seite.
Findet jemand einen Fehler in einem Programm, sollte er danach dieses Programm direkt aus den Originalquellen bauen und überprüfen, ob dort (in gleicher Version) der Fehler auch vorhanden ist. Ist dies der Fall, gehört der Bugreport nicht nach bugs.debian.org.
Das ist nur zum Teil richtig.
Denn man muß das hier auch mal im Verhältnis sehen.
Warum gibt es z.B. Distributionen, wenn sich jeder sein eigenes GNU/Linux System einfach selber zusammenbauen könnte?
Ganz einfach, weil die Distribution dazu da ist um dem Anwender die Arbeit abzunehmen, in dem sie für ihn eine Paketsammlung zusammenstellt und
mit entsprechenden Werkzeugen und Installer austattet, so daß der Anwender
diese Arbeit nicht selbst machen muß.
Als nächster Schritt kommt der Support der Distribution, hier dient die Distribution als gemeinsammer Ansprechpartner für den Endanwender und daher erscheint es nur logisch, daß sie auch Bugreports, die nur bestimmte Pakete der Distribution betreffen, entgegen nimmt und gegebenenfalls an die Programmentwickler weiterleitet.
Desweiteren ist es allein schon deswegen eine Aufgabe der Distribution weil es Distributionsspezifische Programmpakete sind, die vom Distributor erstellt wurden,
wie du selbst richtig erwähnt hast, wäre nämlich eine Neukompilation der Originalprogrammpakete fällig aber warum sollte das ein Endanwender tun, da könnte er ja dann gleich selber sein ganzes Linux System zusammenstellen.
Ich bin daher nicht deiner Meinung.
Der Distributor sollte daher sehr wohl eine Anlaufstelle für Bugreports darstellen,
die die eigentlichen Programme von Programmpaketen der Distribution betreffen.
Das hat dadurch auch den Vorteil, daß der Distributor gleich gute Bugreports
von schlechten ausfiltern kann und somit die Entwickler der eigentlichen Programme
nicht mit schlechten Bugreports unnötig belastet werden.
Zu einer Distribution gehört nunmal auch Support und wer den nicht leisten kann,
der sollte es lieber bleiben lassen eine Distribution zu erstellen.
An welcher Stelle soll man solche Informationen dem potenziellen Reporter vermitteln, wenn er nur kurz auf einen Link klicken und dann seinen Text eingeben möchte?
Ein gutes Webinterface könnte den Benutzer fragen um welche Art von Bugreport es sich handelt und dann gegebenenfalls, nach einer manuellen Überprüfung durch den Maintainer, eine automatisierte E-Mail an die Entwickler der eigenlichen Anwendung schicken.
Dadurch hält man die Arbeit für den Maintainer gering und kann trotzdem den Bugreport an die Programmentwickler schicken.
Aber zu schimpfen, dass es noch nicht da ist, halte ich nicht für sehr sinnvoll.
Ich schmipfe nicht, ich kritisiere.
Und Kritik ist immer angebracht, da nur so die Verantwortlichen auf entsprechende
Probleme aufmerksam gemacht werden können.