Netzlaufwerk mounten für Backup

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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jjelliss
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Netzlaufwerk mounten für Backup

Beitrag von jjelliss » 01.09.2006 20:04:30

Hallo, ich gebe auf! :-(
Ich möchte gerne ein Backup meines kompletten Debian Systems machen, habe dazu die Datei clone.sh mit folgendem Code angelegt

Code: Alles auswählen

#!/bin/sh

if [ "$1" != "" ]
then
destdir=$1
else
echo -en " An welchen Mountpoint soll das System kopiert werden? "
read destdir
fi
if [ ! -e "$destdir" ]
then
echo -e " Das Verzeichnis $destdir existiert nicht!"
exit
fi

destdirrel=$(echo $destdir | awk ' { print substr($1, 2) } ' )
cd /
echo cp -axv `/bin/ls -1Ab | egrep -v "^$destdirrel$|^proc$"` $destdir | sh

echo -e " Der Mountpoint /proc wird erzeugt..."
mkdir $destdir/proc
chmod 555 $destdir/proc 
wie mir hier jemand gesagt hat.

Jetzt möchte ich aber das ganze auf einem Netzlaufwerk sichern. Das heist ich muss ein Netzlaufwerk mounten und das bekomme ich nicht hin!

Auf dem Rechner wo das Backup drauf soll ist Windows XP installiert und auf der Festplatte das Dateisystem NTFS, geht das überhaupt?

Wenn ja - bitte eine möglichst genaue Beschreibung! Denn - ich weis absolut nicht wie das gehen soll!

sansib
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Beitrag von sansib » 01.09.2006 20:39:33

Hallo,
wann du ein Netzlaufwerk auf Windows XP mounten willst musst du das über smbfs machen.

jjelliss
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Beitrag von jjelliss » 01.09.2006 21:12:13

Was bitte???

Ich weis es jetzt nicht ganz genau - aber ich glaube du meinst Samba!

Das hab ich!

Wie mach ich das genau bitte?

cosmac
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Beitrag von cosmac » 01.09.2006 22:21:42

hi,

also, probier mal sowas:
- auf dem Windows-Rechner das Ziel-Verzeichnis freigeben
--- z.B.: Verzeichnis "backup" auf "hanibal"
- auf dem Debian-Rechner ein Verzeichnis anlegen
--- z.B. "/mnt/hanibal"
- die XP-Zugangsdaten werden in "/etc/samba/cred" in 2 Zeilen gespeichert:

Code: Alles auswählen

username=administrator
password=geheim 
- in /etc/fstab kommt eine Zeile dazu:

Code: Alles auswählen

\\hanibal\backup  /mnt/hanibal  cifs  rw,credentials=/etc/samba/cred  0  0 
Dann wird beim Booten das XP-Verzeichnis nach "/mnt/hanibal"
gemountet. Insofern kommt der Begriff Netzlaufwerk nicht direkt
vor, nur Verzeichnisse.
Man kann natürlich auch mit "mount /mnt/hanibal" manuell mounten.
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jjelliss
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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 13:33:51

Kann ich auch anstatt des Hostnames die IP Adresse angeben

Code: Alles auswählen

192.168.1.2\backup
?

Da mein Hostname mein Vorname ist "Jörg" und das geht ja schlecht mit dem Umlaut!

zweite Frage:
Wie mach ich dann weiter?

-Das klappt nicht!

ich hab meinen Computer jetzt umbenannt und habe das in der /etc/fstab stehen

Code: Alles auswählen

//joerg/backup /mnt/backup cifs rw.credentials=/etc/samba/cred 0 0
trotzdem wird nur das

Code: Alles auswählen

server01:~# mount
/dev/hda1 on / type ext3 (rw,errors=remount-ro)
proc on /proc type proc (rw)
devpts on /dev/pts type devpts (rw,gid=5,mode=620)
tmpfs on /dev/shm type tmpfs (rw)
/dev/hda7 on /backup type ext3 (rw)
/dev/hda8 on /home type ext3 (rw)
/dev/hda6 on /treiber type ext3 (rw)
/dev/hda5 on /var type ext3 (rw)
usbfs on /proc/bus/usb type usbfs (rw)
gemountet!

:-((

Was mach ich falsch???

cosmac
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Beitrag von cosmac » 02.09.2006 14:17:54

hi,

1.) es könnte auch mit der Adresse funktionieren, schöner wäre natürlich
ein korrekter hostname. Aber sowas kannst du auch einfach mal probieren ;)

2.) :?: Du hast doch dann für dein Script ein Ziel-Verzeichnis,
was fehlt denn noch?
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Master Mayhem
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Beitrag von Master Mayhem » 02.09.2006 14:37:26

Hallo!
jjelliss hat geschrieben:Kann ich auch anstatt des Hostnames die IP Adresse angeben

Code: Alles auswählen

192.168.1.2\backup
?

Da mein Hostname mein Vorname ist "Jörg" und das geht ja schlecht mit dem Umlaut!
Haste das schon ausprobiert, ob der Umlaut Probleme macht? Wo soll das überhaupt Probleme machen in der fstab, beim DNS/WINS oder im Verzeichnisnamen bei der Abfrage $destdir im script? Hast du utf-8 als Zeichsatz installiert, ansonsten kannste noch versuchen das script anzupassen in der Zeile:

Code: Alles auswählen

echo cp -axv `/bin/ls -1Ab | egrep -v "^$destdirrel$|^proc$"` $destdir | sh
evtl fehlt bei egrep noch die Zeichenklasse [:alnum:] - da ich aber selber gerade erst anfange mit scripten kann ich dir leider nicht genau sagen wie du das in die Zeile einbauen musst.

Ansonsten kannste auch die IP nehmen, wenn der XP Client seine IP nicht über DHCP bezieht, d.h. eine IP fest eingestellt hat. Ich bevorzuge sogar die IP, weil ich damit bei einem DNS Ausfall noch die Netzlaufwerke habe. Mein Server bekommt zwar auch eine IP vom DHCP aber da habe ich eingestellt, dass der immer dieselbe bekommt (Identifikation anhand der MAC der Netzwerkkarte).
jjelliss hat geschrieben: zweite Frage:
Wie mach ich dann weiter?
Naja entweder wurde es beim booten gemountet oder du musst es noch mounten und dann bei der Abfrage das Verzeichnis angeben, in das du die Windows Freigabe gemountet hast....mhh allerdings NTFS, und überhaupt - für Sicherungen ist das Script völlig ungeeignet, weil die compression fehlt, die Option -p impliziert in -a von cp landet im Müll, weil Linux Rechte auf einem Windows nicht abgebildet werden können - das Script ist würde ich sagen für den Umzug eines Systems auf eine neue Platte geschrieben.

Da würde ich doch lieber mit der Kombination aus tar und gzip arbeiten, die Rechte auf die backup.tgz Datei gehen zwar auch verloren, aber in der Datei können die Rechte auf die archivierten Dateien und Ordner erhalten werden.

mfg tyler

***edit***

hast editiert, während ich geschrieben habe.....versuch mal als root nen:

Code: Alles auswählen

mount /mnt/backup
;-)

cosmac
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Beitrag von cosmac » 02.09.2006 14:46:17

Mist, schon wieder zu langsam :)

In der /etc/fstab muss ein Komma zwischen rw und credentials stehen.
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Beitrag von Master Mayhem » 02.09.2006 14:49:26

cosmac hat geschrieben:Mist, schon wieder zu langsam :)

In der /etc/fstab muss ein Komma zwischen rw und credentials stehen.
Dafür haste gefunden was wir nicht gefunden haben ;-)

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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 14:58:36

Bei

Code: Alles auswählen

mount /mnt/backup 
gibt er mir aus:

Code: Alles auswählen

mount: unknown filesystem type 'cifs'

jjelliss
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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 15:16:39

Ok, ich hab jetzt einfach mal so "smbfs" installiert und bekomme die Meldung jetzt raus

Code: Alles auswählen

mount error: could not find target server. TCP name joerg/backup not found  rc = -1073742456
No ip address specified and hostname not found
Neuer Fehler nach einem Reboot

Code: Alles auswählen


mount error: cifs filesystem not supported by the system
Refer to the mount.cifs(8) manual page (e.g.man mount.cifs)

jjelliss
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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 15:28:24

Ich mach jetzt nen neuen Post,

also - ich habs über SMBFS geschafft

:-))

Jetzt hab ich aber dennoch ein Problem

das Programm "cp" hat keine Berechtigungen die Ordner auf /backup" anzulegen!

Trotzdem Benutzername und PW richtig sind!

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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 16:18:48

Gut,

den Server möchte ich als Fileserver benutzen, ich möchte jetzt schließlich nicht die ganzen Daten doppelt und dreifach sichern, deshalb habe ich extra Partitionen für /treiber, /home und /var angelegt, damit ich sie unmounten kann wärend der Server ein Backup macht!

Nur - wie kann die die unmounten?

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Beitrag von Master Mayhem » 02.09.2006 16:51:57

Hallo,

so langsam wirds echt unübersichtlich!

1. welche Maschine möchtest du als Fileserver verwenden? Die XP Kiste (rate ich von ab) oder die debian Kiste, die du sichern möchtest?

2. angenommen die debian Kiste soll der Fileserver werden und die Maschine soll auch gesichert werden:

a. Warum nimmst du /home aus, das ist doch gerade etwas, das gesichert werden muss?
b. /tmp und /dev sollte viel eher ausgenommen werden
c. ist es nicht nötig die Partitionen auszuhängen, sowohl cp als auch tar können Verzeichnisse ausnehmen (manpage lesen!)
d. würde ich aus oben erwähnten Gründen mit tar und gzip arbeiten und nicht mit cp auf eine NTFS Partition (wenn du acl Support aktivierst kannst du zwar mit getfacl ne Sicherung der Rechte in einer gesonderten Datei anlegen, aber das ist unnötiger Aufwand)
e. führt unmounten von /var im Betrieb dazu das fast nichts mehr funktioniert, wenn es überhaupt gelingt, weil das ständig benutzt wird vom OS, nen lsof /var sagt dir wer /var im moment benutzt

mfg tyler

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Beitrag von jjelliss » 02.09.2006 17:11:29

Ok,

also - jetzt hab ich zwar was gelernt (wie ich mit smbfs Netzlaufwerke mounte aber muss trotzdem Debian neu machen. Geht ja schnell!

Also - ich hab zwei PC's. Einmal meinen Haupt PC (Windows XP) und zum anderen den Debian Rechner den ich mit dem "Grundsystem" erstmal sichern möchte und danach als Fileserver nutzen möchte!

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Beitrag von Master Mayhem » 03.09.2006 13:43:46

Morgen!

Ja wenn du die XP Freigabe jetzt beschreibbar gemountet bekomst musste doch nur noch die Sicherung in einem geeigneten Format erstellen. Das Script, dass du bisher benutzt hast ist für backups ungeeignet, sondern (wie der Name clone.sh ja schon sagt) zum clonen eines Systems vorgesehen, wobei man das besser mit dd machen kann.

Wie man sinnvolle Backups anlegt wurde hier schon mehrfach besprochen, schau mal hier nach:

http://wiki.debianforum.de/BackupTipps? ... 8backup%29
und noch ein paar weitere Tips:
http://packages.debian.org/stable/admin/backup2l
http://dar.linux.free.fr/
http://linuxwiki.de/dar

mfg tyler

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Beitrag von ZOiD » 03.09.2006 14:19:29

HI...

nur zur Info, das script soll auch keine backup lösung sein, sondern eine Sicherheitskopie des Systems erstellen, damit man weiter experimentieren kann und gegebenenfalls, sei etwas kaputt gespielt, das system schnell wieder herstellen kann. So habe ich den Bedarf vom Threadstarter aufgefasst und dazu ist es auch gut geeignet, eine richtige Backuplösung wird doch überhaupt nicht gesucht und wäre in diesem Fall auch nicht sinnvoll. (betrachtet man gewünschtes Ergebnis und Kenntnissstand)

zum Schreibproblem:
am einfachsten (nicht am besten) Du aktivierst vorübergehend den Gastzugang bei deinem Windows für die Freigabe, dann darf jeder schreiben.

zoid

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Re: Netzlaufwerk mounten für Backup

Beitrag von Master Mayhem » 03.09.2006 15:46:17

ZOiD hat geschrieben:HI...

nur zur Info, das script soll auch keine backup lösung sein, sondern eine Sicherheitskopie des Systems erstellen, damit man weiter experimentieren kann und gegebenenfalls, sei etwas kaputt gespielt, das system schnell wieder herstellen kann. So habe ich den Bedarf vom Threadstarter aufgefasst und dazu ist es auch gut geeignet, eine richtige Backuplösung wird doch überhaupt nicht gesucht und wäre in diesem Fall auch nicht sinnvoll. (betrachtet man gewünschtes Ergebnis und Kenntnissstand)
jjelliss hat geschrieben: Ich möchte gerne ein Backup meines kompletten Debian Systems machen
Ich bestreite gar nicht, dass das Script auch für Backups benutzt werden kann, bewerte es aber als untauglich in der vorgegebenen Situation, auch ein langsames System entpackt sehr schnell mit gunzip (gun weil es wie aus der pistole geschossen entpackt) und unkomprimiert zu sichern verschwendet Speicherplatz.

Das ist in dieser Konstellation aber gar nicht das Problem, sondern dass mit 'cp' auf eine NTFS Partition geschrieben wird und damit alle Rechte verloren gehen....also wenn du nach dem Rücksichern alle Dateien und Ordner im System im Besitz des Users haben willst der Rücksichert und ausführbar, bitte - ich halte das für denkbar ungeeignet.

Das Script ist nicht schlecht (falls das verletzter Programmierer Stolz ist) nur ungeeignet für das was jelliss machen will.

mfg tyler

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Re: Netzlaufwerk mounten für Backup

Beitrag von herrchen » 03.09.2006 15:55:02

Master Mayhem hat geschrieben:gunzip (gun weil es wie aus der pistole geschossen entpackt)
eher "GNU unzip"
und unkomprimiert zu sichern verschwendet Speicherplatz.
ein komprimiertes archiv hat aber den nachteil, dass bei einem "gekippten" bit das ganze archiv unbrauchbar ist.

herrchen

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Beitrag von ZOiD » 03.09.2006 15:58:49

Hi,

kein Problem, ist weder von mir, noch halte ich es für die optimale Lösung. (aber grundsätzlich brauchbar)
Als ich ihm das script in einem anderen Thread empfohlen hatte, war allerdings weder von Netzwerk (kam später), noch von NTFS die Rede (davon hätte ich auch grundsätzlich abgeraten), ich dachte eher an eine lokale 2. Partition mit irgendeinem LinuxFS.
http://www.debianforum.de/forum/viewtop ... highlight=

Gruß
ZOiD

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Re: Netzlaufwerk mounten für Backup

Beitrag von Master Mayhem » 03.09.2006 16:20:55

herrchen hat geschrieben:
Master Mayhem hat geschrieben:gunzip (gun weil es wie aus der pistole geschossen entpackt)
eher "GNU unzip"
Tatsache - man soll nicht alles glauben, was man liest...weiß schon gar nicht mehr woher ich das habe, aber das Shell-Scripting Buch das ich gerade lese ist leider auch voll von fachlichen Fehlern...Rechtschreibfehler würde ich mir ja noch gefallen lassen.

mfg tyler

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