welche verzeichnisse dürfen NICHT auf extra partition

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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michaa7
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welche verzeichnisse dürfen NICHT auf extra partition

Beitrag von michaa7 » 31.08.2006 14:22:32

Hi,

ich muß schnellstens ein möglichst großes verzeichnis aus meiner systempartiton auslagern. Das gestrige d-u habe ich nur mit viel handarbeit hinbekommen, weil die partiton zu 97% belegt ist.

/var liegt bereits auf einer extra partition. Zwar muß ich erst noch sehen welches verzeichnis überhaupt groß genug ist, damit sich der umzug lohnt (/usr?). Ich habe jedoch mal gelesen, dass, um probleme beim booten zu vermeiden, bestimmte verzeichnisse auf der bootpartition liegen MÜSSEN.

Wo kann ich dies nachlesen, bzw. kann mir die nochmal jemand nennen?

Danke.
gruß

michaa7

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Spasswolf
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Beitrag von Spasswolf » 31.08.2006 14:26:51

/bin /sbin und /etc müssen auf der rootpartition liegen. /usr kann sehr gross sein und es könnte sich durchaus lohnen das auszulagern.
Zuletzt geändert von Spasswolf am 31.08.2006 14:29:08, insgesamt 1-mal geändert.

nepos
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Beitrag von nepos » 31.08.2006 14:28:34

Also mal ohne Gewaehr: /usr muesste man auf ne eigene Partition packen koennen, sollte nichts liegen, was direkt zum Booten noetig ist. /home ist natuerlich auch ein heisser Kandidat fuer eine eigene Partition. /tmp eventuell auch, da koennen ab und an mal recht grosse Dateien landen.

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neuss
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Beitrag von neuss » 31.08.2006 14:32:17

Hallo,

Das http://www.debiananwenderhandbuch.de schreibt dazu:
Im Wurzelverzeichnis (/) müssen mindestens die Verzeichnisse /etc, /bin, /sbin, /lib und /dev vorhanden sein. Diese dürfen keinesfalls auf einer gesonderten Partition untergebracht werden, andernfalls kann das System nicht gebootet werden. Typischerweise benötigen diese Verzeichnisse in der Summe gut 100 Mbyte Speicherplatz, etwas Reserve schadet aber nicht.
gruss neuss
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Beitrag von michaa7 » 31.08.2006 14:49:24

nepos hat geschrieben:... /home ist natuerlich auch ein heisser Kandidat fuer eine eigene Partition. /tmp eventuell auch, da koennen ab und an mal recht grosse Dateien landen.
Da war ich etwas schlampig, dass /home und /tmp ausgelagert sind habe ich stillschweigend vorausgesetzt. Das hätte ich natürlich erwähnen müssen.

Ich werde das dann wohl mal mit /usr durchziehen ... bzw, ich werde das nach genauerer betrachtung natürlich umgekehrt machen, alles ausser /usr zieht um, da /usr 4,4 GB von 5GB ausmacht.

So aus interesse: Die einzige möglichkeit die ich kenne, um die größe eines verezichnisses zu ermitteln ist wohl der konqueror/eigenschaften. Gibt es da auch etwas auf der komandozeile? "df" zeigt ja nur die partitionsgröße, gibt es da etwas anlog für verzeichnisse?
gruß

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Beitrag von herrchen » 31.08.2006 14:52:12

michaa7 hat geschrieben:"df" zeigt ja nur die partitionsgröße, gibt es da etwas anlog für verzeichnisse?
ich empfehle (wie fast immer) den "midnight commander" (mc). dort gibt es das im menue.

herrchen

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Beitrag von neuss » 31.08.2006 15:01:02

oder einfach mit du.

Code: Alles auswählen

du -hs  /*
gruss neuss
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Beitrag von michaa7 » 31.08.2006 15:52:18

das arbeitet aber wohl sehr ungenau, ersten tests zufolge:

Code: Alles auswählen

# du -hs  /usr
zeigte mir 5,1 Gb ( auf einer 5GB partition, auf der ausser /usr noch einiges anderes enthalten ist. Konquerer zeigt für dieses verzeichnis 4,4 GB)

Und im mc kann ich mir "/usr" anzeigen lassen. Dort sehe ich dann die größe aller unterverzeichnisse und muß das zusammenzählen, was nicht soooo einfach und vor allem mühselig ist, oder ich lasse mir "/" anzeigen, dann wird aber unnötigerweise der gesammte verzeichnisbaum durchgescannt. Beide varianten nicht wirklich toll. Gibt es keine variante die einfach die größe von "/usr" anzeigt?
gruß

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Beitrag von neuss » 31.08.2006 16:28:54

michaa7 hat geschrieben:das arbeitet aber wohl sehr ungenau
die Größe einer Datei und das was sie auf der Festplatte belegt ist unterschiedlich. Liegt an der Blockgröße und wie die Datei verteilt ist. Deshalb schätzt "du" und das durchaus grosszügig.
Wenn Du es genauer willst dann mach noch ein -b in die Optionen.

Code: Alles auswählen

du -bhs
gruss neuss
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Re: welche verzeichnisse dürfen NICHT auf extra partition

Beitrag von Gharika » 31.08.2006 16:46:18

michaa7 hat geschrieben:Ich habe jedoch mal gelesen, dass, um probleme beim booten zu vermeiden, bestimmte verzeichnisse auf der bootpartition liegen MÜSSEN.

Wo kann ich dies nachlesen, bzw. kann mir die nochmal jemand nennen?
Diese müssen im root (/) liegen!

/bin - enthält Systemdateien zum Starten des Systems
/dev - Gerätedateien
/etc - Information welche Partitionen gemountet werden (fstab)
/lib - Libraries und Module
/sbin - Programme für Konsistenzprüfung usw.

Alle anderen kann man auf extra partitionen legen.
Beleidigungen sind die Argumente derer, die unrecht haben.

-- Jean Jacques Rousseau

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Beitrag von michaa7 » 31.08.2006 17:42:37

danke @ all

ne weiter frage in dem zusammenhang: Ich habe einmal gelesen, dass viele administratoren das /tmp verzeichnis nach /var/tmp verlinken, wobei /var natürlich ne eigene partition hätte. Man spart dadurch ne eigene partiton für /tmp und hätte dennoch / frei von dauernden lese-schreib-zugriffen. Ist das wirklich ne sinnvolle und brauchbare lösung? Gibt es da probleme mit den rechten, bzw worauf muß ich achten.
Grund der frage: Es geht sehr eng auf meinen festplatten zu und ne weitere hd will ich derzeit nicht.

Und weiter: Man kann doch auch eine swap datei an stelle einer swap partition anlegen? Mit 512 mb Ram wird swap ja eher selten gebraucht. Bringt dies für die performance spürbare einbußen?
gruß

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Beitrag von Gharika » 31.08.2006 18:26:04

michaa7 hat geschrieben:ne weiter frage in dem zusammenhang: Ich habe einmal gelesen, dass viele administratoren das /tmp verzeichnis nach /var/tmp verlinken, wobei /var natürlich ne eigene partition hätte. Man spart dadurch ne eigene partiton für /tmp und hätte dennoch / frei von dauernden lese-schreib-zugriffen. Ist das wirklich ne sinnvolle und brauchbare lösung?
Wieso nicht, macht durchaus einen Sinn.
michaa7 hat geschrieben:Und weiter: Man kann doch auch eine swap datei an stelle einer swap partition anlegen? Mit 512 mb Ram wird swap ja eher selten gebraucht. Bringt dies für die performance spürbare einbußen?
Kann man machen.

So würde man eine 128MB große Swap-Datei machen:

Code: Alles auswählen

dd if=/dev/zero of=/var/swap bs=1024 count=131768
mkswap /var/swap
swapon /var/swap
vi /etc/fstab
/var/swap      none        swap      sw       0 0
Muß nach /var in der fstab stehen!

Wieso sollte das langsamer sein? Es ist gleichschnell :-)
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Beitrag von michaa7 » 31.08.2006 19:13:29

ich habe das swapfile angelegt und alles so gemacht wie beschrieben. Aber beim booten erscheint eine meldung dass swap NICHT mit dem swapfile aktiviert wurde. Ich weiß jetzt den genauen englischen text nicht mehr (No swapoon with swapfile oder so ähnlich). Liegt das daran, dass die swappartition noch besteht? Möchte die ungern deaktivieren ohne dass ich weiß dass das dennoch klappt. Naja, habe jetzt die swappartition doch einfach gelöscht ...un es klappt dennoch NICHT. Die errormessage: "

Code: Alles auswählen

Not activating swap on swapfile"
Danke für deine hilfe.

//Edit: scheint denoch zu klappen weil:

Code: Alles auswählen

# swapon -s
Filename                                Type            Size    Used    Priority
/var/swap                               file            131760  0       -1
Trotzdem, weiß du was es mit der fehlermeldung auf sich hat?
gruß

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Beitrag von Gharika » 01.09.2006 17:35:43

Nein, da kann ich leider nicht weiterhelfen...
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algol
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Beitrag von algol » 05.09.2006 12:41:59

Irgendwo habe ich mal gelesen (kann auch bei solaris gewesen sein):

/tmp: kann nach reboot leer sein
/var/tmp: soll nach reboot erhalten bleiben

Mit einem Link von /tmp auf /var/tmp ist diese nicht mehr der Fall. Sollte man ggf. beachten.

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