SW-RAID5 und SATA-Hotswap - HDD nicht einfach abstecken?

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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pro1
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SW-RAID5 und SATA-Hotswap - HDD nicht einfach abstecken?

Beitrag von pro1 » 30.05.2006 18:02:13

Grüß Euch!

Habe ein SW-RAID5 mit SATA-Hotswap-Platten (Controller und Backplane) unter Debian Sarge installiert. Wollte nun die Funktionsfähigkeit testen in dem ich bspw eine Festplatte entferne, jedoch steht im Software-RAID-HOWTO Abschnitt 6.3 folgender Absatz:
If you want to simulate a drive failure, you can just plug out the drive. You should do this with the power off. If you are interested in testing whether your data can survive with a disk less than the usual number, there is no point in being a hot-plug cowboy here. Take the system down, unplug the disk, and boot it up again.
Kann mir dazu bitte wer näheres sagen? Was ist wenn zB die Festplattenelektronik einer einzelnen Festplatte komplett ausfällt? Dann müsste das RAID das ja auch abfangen können oder? Das wollte ich eigentlich mit einem einfachen Ab- und Anstecken im Betrieb prüfen.

Lg, Michael.

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NachbarsLumpi
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Beitrag von NachbarsLumpi » 30.05.2006 18:50:54

also ich lese dein zitat so: fahr das system runter und reiß die festplatte nicht einfach raus wenn du das raid testen willst :roll:

um das funktionieren des raids zu testen, reicht es wenn du den pc runterfährst, hd aussteckst, hochfährst und schaust was passiert. ich hätte bissl bammel davor ein paar daten zu verlieren wenn ich ne festplatte rausreiße *G* bei einem "normalen" ausfall der hd würd sie ja trotzdem noch drin steckn und mit strom versorgt werden ..
void foo(void* bar) {
printf("%", bar);
}

pro1
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Beitrag von pro1 » 30.05.2006 19:33:38

Das ist so nicht gesagt. Theoretisch kann die Plattenelektronik ausfallen und das würde IMHO dem Abstecken einer Hotswap-Platte im Betrieb gleichkommen. Eben das wollte ich testen bevor wirklich wichtige Daten auf dem RAID gespeichert werden.

PS: Habe aber jetzt schon viel Zeit in die Systeminstallation gesteckt und möchte auch jetzt nicht vollkommen leichtfertig das System zerstören. Deshalb überhaupt das Posting.

Lg, Michael.

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Beitrag von KBDCALLS » 30.05.2006 19:41:44

Hotswap funktioniert aber erst mit SATA II also 300
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

EDV ist die Abkürzung für: Ende der Vernunft

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Beitrag von NachbarsLumpi » 30.05.2006 19:53:24

solange nix auf den / der platte drauf ist was ersetzbar ist, kannst es ja ausprobieren .. ich möchte dich nicht dazu ermutigen, aber wenn hotplug unterstützt wird und eh nix verloren gehen kann, würds mich auch reizen .. *G* .. sag einfach bescheid wie's ausgegangen ist :-D

und ein ausfall der elektronik kommt einem ausstecken nicht gleich .. bei einem ausfall kriegst du keine funkenflüge und spannungswechsel .. kommt aber auf deine festplatten und deinem mainboard an
void foo(void* bar) {
printf("%", bar);
}

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Beitrag von KBDCALLS » 30.05.2006 19:58:26

Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

EDV ist die Abkürzung für: Ende der Vernunft

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Beitrag von pro1 » 30.05.2006 20:13:37

Hotswap funktioniert aber erst mit SATA II also 300
Das stimmt IMHO so nicht (siehe auch Wikipedia). Hardwaremäßig sollte es kein Problem geben. Meine Konfiguration:
und ein ausfall der elektronik kommt einem ausstecken nicht gleich .. bei einem ausfall kriegst du keine funkenflüge und spannungswechsel .. kommt aber auf deine festplatten und deinem mainboard an
Na ich hoffe doch nicht, daß die Funken beim Abstecken fliegen - immerhin habe ich extra eine Hotplug-fähige SATA-Backplane (siehe oben) gekauft ;-)
Werds wohl am Wochenende ausprobieren müssen. Werde dazu mal die Daten mit partimage auf mein Notebook sichern. Über das Ergebnis werde ich berichten.

LG, Michael

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Beitrag von pro1 » 30.05.2006 20:18:12

Wenn das hier
http://linux-ata.org/software-status.html#hotplug
noch aktuell ist (und das scheint es), muß man wohl noch etwas warten, weil die libata-Implementierung im stabilen Linux-Kernel nicht am letzten Stand ist.

LG, Michael.

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Beitrag von NachbarsLumpi » 30.05.2006 23:13:55

naja .. dein hauptproblem ist glaub ich (laut deinen letzten beiden posts) nur, dass die software die du verwendest nicht auf dem neuesten stand ist .. ungeachtet dessen dürfts aber funktioniern .. :roll: .. das os könnte unter umständen halt nicht angemessen auf den ausfall reagieren ..

wie gesagt, wenn du keine angst vor einem unbeabsichtigten festplattencontroller burnout oder datenverlust hast, nur zu :twisted:

mal ganz abgesehen von deinen zweifeln möcht ich mir demnächst selbst ein kleines raid verbundsystem zulegen (3xsata raid5 auf einem a8n-sli premium und falls das ganze system einwandfrei läuft würd ichs eventuell noch auf 4xsata raid5 ausweiten .. dazu wär dann allerdings eine komplette formatierung der vorhandenen sata festplatte notwendig) .. momentan such ich nach geeigneten s-ata laufwerken, die relativ preisgünstig wären .. vielleicht kannst du mir da einen tip geben? bin absolut von western digital überzeugt, da ich bereits eine sauschnelle raptor@74gb und eine baracuda@300gb hab .. würd also dabei bleiben

favorit ist dabei erstmal die WD2500YD (250gb bei 3.0 gb/s sata) .. das würd 500gb speicher bringen und "nur" um die 260€ kosten .. die 500gb wär natürlich fett .. kostet aber ne gewaltige stange geld (3 stück 726€) *g* mit ner 4ten dazu wärns 750gb bei dezentem speed und lediglich 325€ .. dann müsst ich mir allerdings überlegen wo ich die raptor hinpacke *g* .. müsste sie dann eventuell wo anders anstecken (am pci-e über nen zusätzlichen controller) ich hoffe ich hab mich verrechnet beim währungsumrechnen *g*
void foo(void* bar) {
printf("%", bar);
}

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Beitrag von pro1 » 31.05.2006 00:13:51

Für den Dauereinsatz (24h-Betrieb) würde ich - bei den heutigen Preisen - schon eine für den Servereinsatz konzipierte SATA-Platte empfehlen. Am weitesten im Einzelhandel verbreitetet sind IMHO die Western Digital Platten der Serien Raptor und RE (Raid Edition).
Für den einfachen Heimeinsatz halte ich die Raptor-Platten übertrieben (das sind wirklich Profi-Platten nur halt ohne SCSI-Schnittstelle), daher habe ich die Western Digital Raid Edition gewählt: für Servereinsatz konzipiert und leistbar (siehe zB Geizhals)

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Beitrag von pro1 » 31.05.2006 00:15:21

naja .. dein hauptproblem ist glaub ich (laut deinen letzten beiden posts) nur, dass die software die du verwendest nicht auf dem neuesten stand ist
Eher kaum - setze den Kernel 2.6.16 ein. Das ist die letzte stabile Version bis heute.

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Beitrag von alla » 12.06.2006 14:06:03

NachbarsLumpi hat geschrieben: ich hätte bissl bammel davor ein paar daten zu verlieren wenn ich ne festplatte rausreiße *G*
versteh ich nich.
raid5 bietet doch den backup wie raid1 oder nicht? also wirds wohl wie bei raid1 auch gehen einfach ein rebuild mit mdadm z.b. zu machen.

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Beitrag von NachbarsLumpi » 12.06.2006 20:28:10

alla hat geschrieben:
NachbarsLumpi hat geschrieben: ich hätte bissl bammel davor ein paar daten zu verlieren wenn ich ne festplatte rausreiße *G*
versteh ich nich.
raid5 bietet doch den backup wie raid1 oder nicht? also wirds wohl wie bei raid1 auch gehen einfach ein rebuild mit mdadm z.b. zu machen.
??

raid5 rechnet mit der paritätsinformation zurück welches bit wo gelegen hat .. kann das bei einem guten raid controller sogar in echtzeit .. würde aber trotz allem nicht mutwillig was rausreißen, vor allem nicht bei software raid .. :roll: .. das schnellst möglich auszudenkende szenario: angenommen es crasht aus versehen grad ne platte während du eine in der hand hältst ... have fun! denn dann sind die festplatten out of synch und du kannst nimmer viel herstellen ohne relativ großem aufwand ..
void foo(void* bar) {
printf("%", bar);
}

alla
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Beitrag von alla » 13.06.2006 20:24:24

man sollte das raid wohl mal testen oder? kann ja direkt nach der installation kaum was drauf sein, was so wichtig ist.
und warum ein softwareraid aufsetzen wenn man ihm nich vertraut ein rebuild hinzubekommen?
und btw ist es nicht sehr wahrscheinlich dass die platte "crasht" währen du sie in der hand hälst ;)
"out of sync" lol....

int25
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Re: SW-RAID5 und SATA-Hotswap - HDD nicht einfach abstecken?

Beitrag von int25 » 27.06.2006 15:03:37

pro1 hat geschrieben: Habe ein SW-RAID5 mit SATA-Hotswap-Platten (Controller und Backplane) unter Debian Sarge installiert. Wollte nun die Funktionsfähigkeit testen
Hi Michael,
da ich dasselbe vorhabe (SATA-SW Raid5) die Frage, welche Hardware (Controller..) du eingesetzt hast und welche Erfahrungen mit der Anlage.

Gruss
int25

ajk
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Beitrag von ajk » 24.07.2006 17:50:53

Hi,
also ich hatte das getestet. 4 Platten a 300 GB.
! platte im laufenden betrieb den Spannungsstecker gezogen.
Keine Probleme.
Raid lief weiter! Danach die Platte wieder eingebunden und alles war wieder i.O.

Ich interpretiere die Warnung eher so... warum ein "unnötiges" Risiko eingehen ;-)


Wenn Du in Deiner Wohnung einen Fi Schutzschalter hast und du testen möchtest ob der funktioniert, hältst du dann den Finger an den L-Leiter. ?
Ne, bestimmt nicht...obwohl er ja funktioieren sollte.

Aber wenn keine Daten auf den Platten sind kann auch nicht viel passieren.


Gruss,
Andre

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