Kein Zugriff auf FAT32

Warum Debian und/oder eine seiner Spielarten? Was muss ich vorher wissen? Wo geht es nach der Installation weiter?
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berlinerbaer
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Kein Zugriff auf FAT32

Beitrag von berlinerbaer » 23.02.2006 07:14:39

Hallo,
Woran kann es liegen, dass ich auf einer FAT32-Partition, keinen schreibenden Zugriff hinkriege? Versuche ich als Root dann Besitzer und Gruppe zu ändern, erklärt mir das System, nicht die ausreichende Berechtigung für diese Änderung zu besitzen? Ich dachte eigentlich außer Root gibt es nichts, was alles ändern kann.
Die FAT32 hat Debian bei der Installation selbst mit angelegt, d.h. ich habe sie mit angelegt.

Hier mal noch den eintrag in der fstab:
/dev/hda7 /archiv vfat auto,user,exec,umask=000 0 0
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seep
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Re: Kein Zugriff auf FAT32

Beitrag von seep » 23.02.2006 07:53:46

rw?

Code: Alles auswählen

/dev/hda7       /archiv         vfat    rw,user,exec,umask=000 0 0

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berlinerbaer
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Beitrag von berlinerbaer » 23.02.2006 08:03:42

Leider nicht, versuche ich die Zugriffsrechte als Root zu ändern, bleibt es bei der Fehlermeldung:
Eigentümer der Datei /archiv/download/firefox/Firefox Setup 1.5.0.1.exe lässt sich nicht ändern. Vermutlich reichen Ihre Zugriffsrechte nicht aus.
Und das setzt sich dann für jeden einzelne Datei, die bereits drauf ist so weiter fort. Kann das damit zusammenhängen, weil diese Partition von XP mit verwendet wurde und das XP sich deaktiviert hat und bis jetzt nicht mehr deaktiviert werden konnte?
Das betrifft diesen Rechner:
http://www.debianforum.de/forum/viewtop ... 448#382448
Für mich selbst auch eine etwas peinliche Situation, selbst wenn bei dem Betreffenden nun hundertprozentig klar ist, dass die Debian-Installation ursächlich nicht schuld an dem ganzen Dilemma ist, sondern seine vorangegangenen technsichen Erweiterungen auf dem Rechner . Aber der Mann muss doch irgendwie wieder weitermachen können!? Das ist doch wirklich kein Zustand. Jetzt dachte ich leichtfertig, er kann einfach mit OO von Debian aus weitermachen, scheint aber so nicht zu sein, weil sich sogar das FAT32-Archiv dem verschließt.
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Lohengrin
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Beitrag von Lohengrin » 23.02.2006 09:19:36

peterschubert hat geschrieben:Leider nicht, versuche ich die Zugriffsrechte als Root zu ändern, bleibt es bei der Fehlermeldung:
Wenn das Ding als readonly gemountet ist, kann auch root nichts schreiben. Root kann das Ding aber mit rw remounten.
edit: Das war es nicht. Nepos' Antwort hilft weiter.
Zuletzt geändert von Lohengrin am 23.02.2006 09:53:20, insgesamt 1-mal geändert.

nepos
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Beitrag von nepos » 23.02.2006 09:27:33

Uhm, also FAT32 unterstuetzt ja weder Rechte noch Benutzer. Deshalb muss man ja beim Mounten die entsprechenden Optionen setzen, damit Linux weiss, wie es die Dateien/Verzeichnisse ins System einbinden muss.
Deine Fehlermeldung sieht mir danach aus als ob du fuer die Datei, die auf FAT32 liegt den Owner aendern willst. Das macht aus oben genannten Gruenden keinen Sinn.
Wenn du einen anderen Benutzer/Gruppe haben willst, musst du meiner Meinung deine Mount-Optionen dahingehend aendern.
Default sind, falls du die Optionen uid und gid nicht angibst, die Werte des aktuellen Prozesses.

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Beitrag von berlinerbaer » 23.02.2006 11:09:10

Hallo, allen Dank für die Hinweise,
es lag wohl am fehlenden Neustart.
ich hatte zwar die Zeile in der fstab wie folgt verändert:
/dev/hda7 /archiv vfat rw,auto,user,exec,umask=000 0 0
und er wollte trotz rw immernoch nicht. Nachdem das System dann aus einem anderen Grund neugestartet werden musste, klappt es plötzlich unerwartet und jetzt kann er auch mit OpenOffice aus Debian heraus, weiter an dem arbeiten, was er mit Windows Tage vorher angefangen hatte und jetzt aufgrund des lahmgelegten Windows nicht mehr gelingen wollte.

Also doch neu starten, ich dachte irrigerweise, das bräuchte es bei Linux/Unix nicht
Zuletzt geändert von berlinerbaer am 23.02.2006 11:09:54, insgesamt 1-mal geändert.
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kbuster
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Beitrag von kbuster » 23.02.2006 11:09:24

Hmm,

umask=000?? Sollte es nicht umask=022 sein!!
Bei mir funktioniert es so jedenfalls!

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berlinerbaer
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Beitrag von berlinerbaer » 23.02.2006 11:19:49

kbuster hat geschrieben:Hmm,

umask=000?? Sollte es nicht umask=022 sein!!
Bei mir funktioniert es so jedenfalls!
das stimmt insoweit, als dass 022 der Standartwert fur umask ist, was bedeutet dass Dateien mit der Berechtigung zum Lesen und Schreiben für den Benutzer sowie mit der Berechtigung zum Lesen für die Gruppe und alle anderen Benutzer erzeugt werden. Mit den Werten 027 und 077 kann man zum Beispiel den Rest der Welt aussperren.
Die Maske 000 ist der Wert der automatisch gesetzt wird, denke ich mal - oder hat gar keine Bedeutung Irgendwie habe ich mal gelesen dass mit dem Wert 777 zusammenhängt der der Berechtigung zum zum Lesen, Schreiben und ausführen von Dateien für Besitzer, Gruppen und andere entspricht. die zugehörige Maske ist 000, diesen Wert zieht man von 777 irgendwie ab.
Aber da bin ich schneller und effektiver, 000, 022 oder irgendwas einzutragen und es zu probieren. so richtig begriffen habe ich es auch nicht.

Also mit 000 geht es auch.
Gruß
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holgerw
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Beitrag von holgerw » 23.02.2006 11:51:14

peterschubert hat geschrieben:Hallo, allen Dank für die Hinweise,
es lag wohl am fehlenden Neustart.
ich hatte zwar die Zeile in der fstab wie folgt verändert:
/dev/hda7 /archiv vfat rw,auto,user,exec,umask=000 0 0
und er wollte trotz rw immernoch nicht. Nachdem das System dann aus einem anderen Grund neugestartet werden musste, klappt es plötzlich unerwartet und jetzt kann er auch mit OpenOffice aus Debian heraus, weiter an dem arbeiten, was er mit Windows Tage vorher angefangen hatte und jetzt aufgrund des lahmgelegten Windows nicht mehr gelingen wollte.

Also doch neu starten, ich dachte irrigerweise, das bräuchte es bei Linux/Unix nicht
Hi Peter,

Du hättest imho nicht neu zu starten brauchen. Ein händisches Unmounten und wieder Mounten der fat32 Partition hätte es auch getan.

Beste Grüße,
Holger

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Beitrag von langhans » 03.03.2006 19:18:01

Hallo,
ich habe das gleiche Problem. In meiner /etc/fstab steht die Zeile:
/dev/sda1 /windows vfat rw, auto,user,exec,umask=022 0 0
auch nach remounten kann ich als user nichts in dieses Verzeichnis schreiben, nur als root.
Bei einem chown bekomme ich folgende Fehlermeldung:
chown: Ändern des Eigentümers von , ,windows/": Die Operation ist nicht erlaubt
Was mache ich hier falsch?
Gruß langhans

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Beitrag von KBDCALLS » 03.03.2006 19:33:38

Chown , chmod funktioniert bei Vfat, Fat nicht. Die Dateisysteme kennen keine Unix/Linux Pemissions. Sie können ebensowenig mit User und Group etwas anfangen. Wenn man das ändern will kann man das nur in der /etc/fstab machen. Etwa so.

Code: Alles auswählen

LABEL=DOS  /home/matthias/stick  vfat  defaults,user,uid=1000,gid=1000,umask=022
Wobei uid für die Userid und gid die Gruppenid steht. Anstatt numerisch können da die echten Namen stehen.
Was haben Windows und ein Uboot gemeinsam?
Kaum macht man ein Fenster auf, gehen die Probleme los.

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langhans
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Beitrag von langhans » 03.03.2006 19:59:40

Hallo KBDCALLS,
die Zeile habe ich eingefügt. Ich gehe davon aus, daß ich auch die Zeile mit
"/dev/sda1 /windows ....." in der fstab drinn lassen muß.
Wie kann ich nun als user Dateien dorthin kopieren?
Bei mir funktioniert es weiterhin nur als root. (Lesen kann ichs aber als user.)

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KBDCALLS
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Beitrag von KBDCALLS » 03.03.2006 22:00:44

Poste mal deine

Code: Alles auswählen

/etc/fstab
wie sie jetzt aussieht. Und die Ausgabe von

Code: Alles auswählen

fdisk -l
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Beitrag von langhans » 03.03.2006 22:21:14

Hallo KBDKALLS,
ein fdisk -l ergibt:

Code: Alles auswählen

Platte /dev/sda: 4569 MByte, 4569600000 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 555 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes

    Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/sda1               2          77      610470    b  W95 FAT32
/dev/sda2              78         554     3831502+   7  HPFS/NTFS

Platte /dev/sdb: 73.5 GByte, 73557090304 Byte
255 Köpfe, 63 Sektoren/Spuren, 8942 Zylinder
Einheiten = Zylinder von 16065 × 512 = 8225280 Bytes

    Gerät  boot.     Anfang        Ende     Blöcke   Id  System
/dev/sdb1   *           1          25      200781   83  Linux
/dev/sdb2              26        8942    71625802+  85  Linux erweitert
/dev/sdb5              26         268     1951866   83  Linux
/dev/sdb6             269         511     1951866   83  Linux
/dev/sdb7             512         754     1951866   83  Linux
/dev/sdb8             755        1970     9767488+  83  Linux
/dev/sdb9            1971        8900    55665193+  83  Linux
/dev/sdb10           8901        8942      337333+  82  Linux Swap / Solaris
und in der fstab steht folgendes:

Code: Alles auswählen

# <file system>	<mount point>	<type>	<options>		<dump>	<pass>
/dev/sdb1	/		ext3	errors=remount-ro	0	1
/dev/sdb10	none		swap	sw			0	0
proc		/proc		proc	defaults		0	0
/dev/fd0	/floppy		auto	user,noauto		0	0
/dev/cdrom	/cdrom		iso9660	ro,user,noauto		0	0
/dev/sdb5	/usr		ext3	defaults		0	2
/dev/sdb6	/usr/local	ext3	defaults		0	2
/dev/sdb7	/var		ext3	defaults		0	2
/dev/sdb8	/opt		ext3	defaults		0	2
/dev/sdb9	/home		ext3	defaults		0	2
/dev/sda1	/windows	vfat	rw,auto,user,exec,umask=022	0	0
usbfs		/proc/bus/usb	usbfs	noauto,devmode=0660	0	0
#
LABEL=DOS	/windows	vfat	defaults,user,uid=armin,gid=staff,umask=022


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Beitrag von KBDCALLS » 03.03.2006 22:34:58

Du solltest ja nicht die Zeile die ich gepostet habe zusätlich eintragen, sondern deinen Eintrag entsprechend anpassen.

Code: Alles auswählen

/dev/sda1   /windows   vfat   defaults,user,uid=armin,gid=staff,umask=022



gid=staff würde ich durch gid=armin ersetzen. Es ist eigentlich relativ selten das ein User also Du der Gruppe staff angehört. In der Regel vergibt Debian für einen User eine Gruppe mit gleichlautendem Namen . Aber welchen Gruppen du angehörst kannst du mit dem Befehl id herausbekommen.
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Beitrag von langhans » 04.03.2006 15:55:28

Danke KBDKALLS,
jetzt funktionierts. Wichtig waren wohl die Optionen gid und uid.
Gruß langhans

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