Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Hallo in die Runde!
Mein PC benutzt Debian 12 (Bookworm), als Oberfläche KDE, als Mail-Programm Thunderbird, Ablage-Format ist Mbox, alle Mails werden lokal gespeichert. Alles wird ständig aktualisiert.
Zur Zeit belegt "$HOME/.thunderbird" etwa 1,8 GB,die Inbox hat etwa 140 MB für 279 Mails (teilweise große Anhänge). Die meisten Mails verschiebe ich nach "Local Mail" und lege sie in den passenden Ordner, aber manchmal komme ich nicht dazu, will die Mail noch im Blick behalten - oder kann mich nicht entscheiden.
In letzter Zeit hatte ich manchmal Probleme, dass einzelne Mails in der Inbox nicht mehr korrekt angezeigt wurden. Manchmal hat das Löschen der ".msf"-Datei mit anschließendem "Compact Folders" geholfen, aber nicht immer. Zum Glück konnte ich die Mails noch auf dem Notebook lesen und mir selbst per "Forward" neu schicken, so gingen sie auch auf dem PC nicht verloren.
Was sind Eure Meinungen und Erfahrungen: Ist es sinnvoll, das Ablage-Format von Mbox auf Maildir umzustellen?
In der Thunderbird-Doku habe ich keine Aussage gefunden, Maildir sei jetzt ausgereift, das klingt immer noch nach "Test" und "experimentell". Allerdings sind die Seiten schon älter, neuere habe ich nicht entdeckt.
Die Auswirkungen von Maildir sind mir klar: viele einzelne Dateien (große Directories, Inode-Verbrauch), Datenvolumen von inkrementellen Backups schrumpft. Mit der ersten wird Linux sicher klarkommen, die zweite ist eindeutig positiv.
Gibt es Nachteile oder Probleme?
Danke für alle Hinweise, Berichte, Meinungen, ...!
Jörg
Mein PC benutzt Debian 12 (Bookworm), als Oberfläche KDE, als Mail-Programm Thunderbird, Ablage-Format ist Mbox, alle Mails werden lokal gespeichert. Alles wird ständig aktualisiert.
Zur Zeit belegt "$HOME/.thunderbird" etwa 1,8 GB,die Inbox hat etwa 140 MB für 279 Mails (teilweise große Anhänge). Die meisten Mails verschiebe ich nach "Local Mail" und lege sie in den passenden Ordner, aber manchmal komme ich nicht dazu, will die Mail noch im Blick behalten - oder kann mich nicht entscheiden.
In letzter Zeit hatte ich manchmal Probleme, dass einzelne Mails in der Inbox nicht mehr korrekt angezeigt wurden. Manchmal hat das Löschen der ".msf"-Datei mit anschließendem "Compact Folders" geholfen, aber nicht immer. Zum Glück konnte ich die Mails noch auf dem Notebook lesen und mir selbst per "Forward" neu schicken, so gingen sie auch auf dem PC nicht verloren.
Was sind Eure Meinungen und Erfahrungen: Ist es sinnvoll, das Ablage-Format von Mbox auf Maildir umzustellen?
In der Thunderbird-Doku habe ich keine Aussage gefunden, Maildir sei jetzt ausgereift, das klingt immer noch nach "Test" und "experimentell". Allerdings sind die Seiten schon älter, neuere habe ich nicht entdeckt.
Die Auswirkungen von Maildir sind mir klar: viele einzelne Dateien (große Directories, Inode-Verbrauch), Datenvolumen von inkrementellen Backups schrumpft. Mit der ersten wird Linux sicher klarkommen, die zweite ist eindeutig positiv.
Gibt es Nachteile oder Probleme?
Danke für alle Hinweise, Berichte, Meinungen, ...!
Jörg
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Zur Kombination mit Thunderbird kann ich dir nichts sagen, aber wir setzen MailDir mit Dovecot (IMAP) schon seit 15 Jahren ohne Probleme ein.
Inzwischen sind es ca. 780 GB an Mails über mehrere Benutzer...
Inzwischen sind es ca. 780 GB an Mails über mehrere Benutzer...
Gruß
slu
Das Server Reinheitsgebot:
Debian Bookworm, sonst nichts.
Stolzer Gewinner der Jessie Release Wette:
https://wiki.debianforum.de/Jessie_Release_Wette#SIEGER
slu
Das Server Reinheitsgebot:
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Stolzer Gewinner der Jessie Release Wette:
https://wiki.debianforum.de/Jessie_Release_Wette#SIEGER
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Ich habe vor einigen Jahren die Umstellung aus den selben Gründen gemacht. Bisher habe ich keine Nachteile feststellen können. Ich verwender zwar Mutt anstatt Thunderbird, das sollte aber keine Rolle spielen.
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Ich hatte ja gehofft, dass sich jemand mit Thunderbird-Erfahrungen meldet. Ist leider nicht passiert - schade, ist halt so.
Die Hinweise auf Maildir-Strukturen mit Zugriff durch andere Programme sind ja nett (danke!), aber für Thunderbird-Fragen helfen sie mir nicht.
Dann will ich mindestens meine (noch sehr junge) Umstellung schildern.
Das Ganze passiert bei mir im Kontext eines Umzugs auf eine neu eingebaute Platte, also brauchte ich das bisherige System nicht anzufassen.
Die Maschine ist als Multi-Boot eingerichtet, ich kann also das alte oder das neue System booten und die beiden (nach Mount des anderen) vergleichen bzw. Dateien kopieren.
Ich habe natürlich im Netz nach Beschreibungen gesucht, aber nicht sehr viel gefunden - und das war teils veraltet oder erwies sich für mich als nicht zutreffend.
Im neuen System habe ich Thunderbird installiert (Version 128.7.0esr) und vor dem Anlegen eines Mail-Kontos in den Einstellungen das Format auf Maildir gestellt.
Danach habe ich das Konto eingerichtet, Zugriff ist über IMAP, und so wurden alle Mails vom Server lokal gespiegelt in einer Maildir-Struktur. Soweit alles gut.
In Thunderbird habe ich dann aber keinen Weg gefunden, den Inhalt der alten Struktur unter "Local Folders" zu importieren. Ein einfaches Kopieren der Mbox-Struktur hat nichts gebracht.
Manche Anleitungen empfehlen die "ImportExportTools-ng" ("ng" = "new generation", wichtig), aber auch mit denen ist mir der Import nicht gelungen. Ich werde sie wieder de-installieren.
Immerhin hat eine Anleitung (sorry, URL vergessen) das Tool "mb2md" (Mailbox to Maildir) empfohlen, das gibt es als Debian-Paket. Das war die Lösung.
Bitte beachten: Das Format "Maildir" ist nicht eindeutig! "mb2md" legt für jeden Mail-Ordner drei Unterverzeichnisse an: "cur" (mit dem aktuellen Inhalt), "tmp" (vermutlich als Arbeitsverzeichnis während Transfers) und "new" (wofür?). Diese "new" nutzt Thunderbird nicht, also nach der Übertragung löschen.
Ich betreibe Thunderbird jetzt seit gut einer Woche mit dieser Maildir-Struktur, und bisher funktioniert es. Die Ablage jeder Mail in einer eigenen Datei hat (jedenfalls mit aktuellen Linux-Filesystemen) positive Effekte, angefangen von der Möglichkeit direkter Zugriffe mittels "grep" und verwandten Tools.
Ich habe aber manchmal Schwierigkeiten, Mails mittels der Maus in einen anderen Ordner zu verschieben. (Auch der Menü-Befehl "Verschieben" hat nicht immer geholfen.) Bisher habe ich dabei kein System erkannt, aber es stört mächtig. Einmal war ich vielleicht zu ungeduldig, dabei sind vier Mails im Nirwana gelandet. (Oder haben die Maus-Tasten Unsinn gesendet? Mal tauschen ...)
Glücklicherweise hatte ich schon ein Backup und konnte sie daraus zurückholen: Thunderbird stoppen, die Mail-Dateien in den Zielordner kopieren, dessen ".msf"-Datei löschen, Thunderbird wieder starten.
Ja, auch mit Maildir wird ".msf" noch benutzt und gibt den Ton an, nur dort enthaltene Mails sind über Thunderbird zugreifbar.
Ich hoffe, das hilft Nachahmern!
Viele Grüße
Jörg
Die Hinweise auf Maildir-Strukturen mit Zugriff durch andere Programme sind ja nett (danke!), aber für Thunderbird-Fragen helfen sie mir nicht.
Dann will ich mindestens meine (noch sehr junge) Umstellung schildern.
Das Ganze passiert bei mir im Kontext eines Umzugs auf eine neu eingebaute Platte, also brauchte ich das bisherige System nicht anzufassen.
Die Maschine ist als Multi-Boot eingerichtet, ich kann also das alte oder das neue System booten und die beiden (nach Mount des anderen) vergleichen bzw. Dateien kopieren.
Ich habe natürlich im Netz nach Beschreibungen gesucht, aber nicht sehr viel gefunden - und das war teils veraltet oder erwies sich für mich als nicht zutreffend.
Im neuen System habe ich Thunderbird installiert (Version 128.7.0esr) und vor dem Anlegen eines Mail-Kontos in den Einstellungen das Format auf Maildir gestellt.
Danach habe ich das Konto eingerichtet, Zugriff ist über IMAP, und so wurden alle Mails vom Server lokal gespiegelt in einer Maildir-Struktur. Soweit alles gut.
In Thunderbird habe ich dann aber keinen Weg gefunden, den Inhalt der alten Struktur unter "Local Folders" zu importieren. Ein einfaches Kopieren der Mbox-Struktur hat nichts gebracht.
Manche Anleitungen empfehlen die "ImportExportTools-ng" ("ng" = "new generation", wichtig), aber auch mit denen ist mir der Import nicht gelungen. Ich werde sie wieder de-installieren.
Immerhin hat eine Anleitung (sorry, URL vergessen) das Tool "mb2md" (Mailbox to Maildir) empfohlen, das gibt es als Debian-Paket. Das war die Lösung.
Bitte beachten: Das Format "Maildir" ist nicht eindeutig! "mb2md" legt für jeden Mail-Ordner drei Unterverzeichnisse an: "cur" (mit dem aktuellen Inhalt), "tmp" (vermutlich als Arbeitsverzeichnis während Transfers) und "new" (wofür?). Diese "new" nutzt Thunderbird nicht, also nach der Übertragung löschen.
Ich betreibe Thunderbird jetzt seit gut einer Woche mit dieser Maildir-Struktur, und bisher funktioniert es. Die Ablage jeder Mail in einer eigenen Datei hat (jedenfalls mit aktuellen Linux-Filesystemen) positive Effekte, angefangen von der Möglichkeit direkter Zugriffe mittels "grep" und verwandten Tools.
Ich habe aber manchmal Schwierigkeiten, Mails mittels der Maus in einen anderen Ordner zu verschieben. (Auch der Menü-Befehl "Verschieben" hat nicht immer geholfen.) Bisher habe ich dabei kein System erkannt, aber es stört mächtig. Einmal war ich vielleicht zu ungeduldig, dabei sind vier Mails im Nirwana gelandet. (Oder haben die Maus-Tasten Unsinn gesendet? Mal tauschen ...)
Glücklicherweise hatte ich schon ein Backup und konnte sie daraus zurückholen: Thunderbird stoppen, die Mail-Dateien in den Zielordner kopieren, dessen ".msf"-Datei löschen, Thunderbird wieder starten.
Ja, auch mit Maildir wird ".msf" noch benutzt und gibt den Ton an, nur dort enthaltene Mails sind über Thunderbird zugreifbar.
Ich hoffe, das hilft Nachahmern!
Viele Grüße
Jörg
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Hallo in die Runde!
Das Thema beschäftigt mich immer noch. Thunderbird läuft jetzt sechs Wochen mit Ablage im Maildir-Format, und in mir baut sich eine gewisse Skepsis auf ...
Die Mail und die Antwort wollte ich dann in ein Verzeichnis unter "Local Folders" verschieben, und Thunderbird hat das nicht getan. An eine Meldung kann ich mich nicht erinnern.
Ich bin überzeugt, dass ich die Antwort danach noch in meiner Inbox sah.
Heute sind die Mails weg - weder in der Inbox noch im vorgesehenen Zielordner finde ich sie. Ich schließe aus, sie (bewusst) gelöscht zu haben.
Auch ein "fgrep -lr SUCHWORT .thunderbird/" liefert sie nicht.
Das System zeigt keine Probleme, auch die SMART-Werte sind ok (Samsung EVO 870).
Ich bin ratlos und hoffe auf Eure Erfahrungen.
Jörg
Das Thema beschäftigt mich immer noch. Thunderbird läuft jetzt sechs Wochen mit Ablage im Maildir-Format, und in mir baut sich eine gewisse Skepsis auf ...
Vor einer Woche habe ich eine Mail verschickt und darauf auch eine Antwort erhalten.UnixFan hat geschrieben:21.02.2025 19:01:41[[...]]
Ich betreibe Thunderbird jetzt seit gut einer Woche mit dieser Maildir-Struktur, und bisher funktioniert es. Die Ablage jeder Mail in einer eigenen Datei hat (jedenfalls mit aktuellen Linux-Filesystemen) positive Effekte, angefangen von der Möglichkeit direkter Zugriffe mittels "grep" und verwandten Tools.
Ich habe aber manchmal Schwierigkeiten, Mails mittels der Maus in einen anderen Ordner zu verschieben. (Auch der Menü-Befehl "Verschieben" hat nicht immer geholfen.) Bisher habe ich dabei kein System erkannt, aber es stört mächtig.
Die Mail und die Antwort wollte ich dann in ein Verzeichnis unter "Local Folders" verschieben, und Thunderbird hat das nicht getan. An eine Meldung kann ich mich nicht erinnern.
Ich bin überzeugt, dass ich die Antwort danach noch in meiner Inbox sah.
Heute sind die Mails weg - weder in der Inbox noch im vorgesehenen Zielordner finde ich sie. Ich schließe aus, sie (bewusst) gelöscht zu haben.
Auch ein "fgrep -lr SUCHWORT .thunderbird/" liefert sie nicht.
Das System zeigt keine Probleme, auch die SMART-Werte sind ok (Samsung EVO 870).
Ich bin ratlos und hoffe auf Eure Erfahrungen.
Jörg
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Ich nutze Thunderbird und habe diese Umstellung vor einigen Jahren schon mal gemacht, aus ähnlichen Gründen.
Damals gab es noch eine Menge offene Bugs zum Thema und im TB-Forum hatte man mir zwar zur Vorsicht geraten, aber auch gesagt, dass es eigentlich schon brauchbar sei.
Es läuft.
Es gab vor längerer Zeit mal Darstellungsbugs bei mir, aber auch das ist schon ewig her. Ich würde sagen, du kannst das ohne Probleme einsetzen. Maildir ist eine der TB-Baustellen, die durchaus aktiv von deren Entwicklern beackert wird.
Damals gab es noch eine Menge offene Bugs zum Thema und im TB-Forum hatte man mir zwar zur Vorsicht geraten, aber auch gesagt, dass es eigentlich schon brauchbar sei.
Es läuft.
Es gab vor längerer Zeit mal Darstellungsbugs bei mir, aber auch das ist schon ewig her. Ich würde sagen, du kannst das ohne Probleme einsetzen. Maildir ist eine der TB-Baustellen, die durchaus aktiv von deren Entwicklern beackert wird.
Debian 11 & 12; Desktop-PC, Headless-NAS, Raspberry Pi 4
Teil des Upstream Betreuer Teams von Back In Time (
backintime)
Teil des Upstream Betreuer Teams von Back In Time (

Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Daß eine Email plötzlich verschwunden war, ist mir auch schon passiert. Keine Panik, da ist alles noch vorhanden. Wie und wann das passiert, konnte ich bisher nicht nachvollziehen, das passiert einfach viel zu selten und wenn, dann erinnert man sich nicht mehr an den Vorgang, um das zu reproduzieren.UnixFan hat geschrieben:21.02.2025 19:01:41Ich hatte ja gehofft, dass sich jemand mit Thunderbird-Erfahrungen meldet. Ist leider nicht passiert - schade, ist halt so.
Ich habe meine Kiste nicht auf deutsch eingerichtet, man möge also selbst sinngemäß übersetzen:
- Rechtsklick auf den kaputten Ordner (also Inbox)
- Properties
- Repair Folder
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Hallo!
Dank an alle Leser, besonders an buhtz und MSfree für ihre Ermutigungen.
Ich habe die Hoffnung bisher nicht aufgegeben und bleibe zunächst bei Thunderbird im Maildir-Format, will aber die Backup-Häufigkeit erhöhen und noch stärker aufpassen.
Weil ich Mail nicht nur fürs Private, sondern auch fürs Ehrenamt nutze, kann ich mir einen Mail-Verlust nicht leisten.
Die Bedeutung von "Repair Folder" ist mir bewusst, siehe den letzten Absatz in meinem Beitrag vom 21. 2.
Im gestern geschilderten Fall wird mir das aber nicht helfen, denn das "grep" über den ganzen Baum hat ja keine passende Mail mehr gefunden - und was nicht da ist, kann auch nicht neu indexiert werden.
Ich hatte schon die Idee, die Mails nicht mehr über Thunderbird zu verschieben, sondern per "mv" auf der Kommandozeile und danach das "Repair Folder" laufen zu lassen. Habt Ihr dazu Meinungen?
Viele Grüße
Jörg
Dank an alle Leser, besonders an buhtz und MSfree für ihre Ermutigungen.
Ich habe die Hoffnung bisher nicht aufgegeben und bleibe zunächst bei Thunderbird im Maildir-Format, will aber die Backup-Häufigkeit erhöhen und noch stärker aufpassen.
Weil ich Mail nicht nur fürs Private, sondern auch fürs Ehrenamt nutze, kann ich mir einen Mail-Verlust nicht leisten.
Die Bedeutung von "Repair Folder" ist mir bewusst, siehe den letzten Absatz in meinem Beitrag vom 21. 2.
Im gestern geschilderten Fall wird mir das aber nicht helfen, denn das "grep" über den ganzen Baum hat ja keine passende Mail mehr gefunden - und was nicht da ist, kann auch nicht neu indexiert werden.
Ich hatte schon die Idee, die Mails nicht mehr über Thunderbird zu verschieben, sondern per "mv" auf der Kommandozeile und danach das "Repair Folder" laufen zu lassen. Habt Ihr dazu Meinungen?
Viele Grüße
Jörg
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Thunderbird hat einen eigenen Index und der gerät gelegentlich außer Tritt mit dem, was auf der Platte liegt. Repair baut nur den internen Index neu auf. Ich hatte es schon ein paar Mal, daß eine Email nicht im Thudnerbird angezeigt wurde, obwohl sie noch auf der Platte lag.
Gegen physikalisch gelöschte Dateien hilft das natürlich nicht. Wie und Warum deine Mail gelöscht wurde, kann ich natürlich nicht beurteilen. Es ist aber sehr unwahrscheinlich, daß Thunderbird da etwas kaputt gemacht hat. In der Regel ist das eine Benutzerinteraktion, die zu gelöschten Mails führt, und dagegen hilft in der Tat nur Backup.
Ich hatte bisher keine Probleme damit, Emails von einem in einen anderen Ordner zu verschieben. Ich kann also nicht sagen, ob da ein Programmfehler vorliegt oder eine Fehlbedienung.Ich hatte schon die Idee, die Mails nicht mehr über Thunderbird zu verschieben, sondern per "mv" auf der Kommandozeile und danach das "Repair Folder" laufen zu lassen. Habt Ihr dazu Meinungen?
Grundsätzlich erzeuge ich alle 24h ein Backup meines Mail-Verzeichnisses. Eingehende Mails, die gelöscht werden, bevor das nächste Backup stattfindet, sind allerdings auch bei mir endgültig futsch.
Ich habe allerdings einen eigenen IMAP-Server laufen, und ich greife über IMAP auf mein Maildir zu. Grundsätzlich könnte man darüber z.B. alle eingehenden Mails an ein zweites Mailkonto weiterleiten, auf das man nie zugreift. Das würde für eine Kopie sorgen, auf die man im Zweifelsfall zurückgreifen kann, wobei man auch von diesem Zweitkonto ein Backup machen sollte.
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Schau mal in die Konteneinstellungen, speziell im Bereich Speicherplatz, was Du da eingestellt hast.Heute sind die Mails weg - weder in der Inbox noch im vorgesehenen Zielordner finde ich sie. Ich schließe aus, sie (bewusst) gelöscht zu haben.
Re: Thunderbird: Erfahrungen mit Maildir?
Danke für die Erinnerung - leider Fehlanzeige: Alles automatisch herunterladen und lokal speichern, kein Löschen wegen Alter, kein Löschen wegen Größe, keine Speicherplatz-Grenzen.
Und ja, das Filesystem hat genug freien Platz und genug freie Inodes:
Vielen Dank für Eure Ermutigungen - also werde ich bei Thunderbird und Maildir bleiben.
Ich kann ja versuchen, von "Verschieben" auf "Kopieren" umzusteigen und nur nach erfolgreichem Kopieren anschließend die Mail am alten Ort zu löschen. Ist zwar mehr Aufwand, aber was tut man nicht alles für wichtige Daten ...
Und ja, das Filesystem hat genug freien Platz und genug freie Inodes:
Code: Alles auswählen
joerg@trift-ssd:~$ df . ; df -i .
Dateisystem 1K-Blöcke Benutzt Verfügbar Verw% Eingehängt auf
/dev/mapper/vg5EVO-home6 31217572 20059276 9569048 68% /home
Dateisystem Inodes IBenutzt IFrei IUse% Eingehängt auf
/dev/mapper/vg5EVO-home6 245760 98226 147534 40% /home
Ich kann ja versuchen, von "Verschieben" auf "Kopieren" umzusteigen und nur nach erfolgreichem Kopieren anschließend die Mail am alten Ort zu löschen. Ist zwar mehr Aufwand, aber was tut man nicht alles für wichtige Daten ...