Abgetrennt: VHS komprimieren
Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
Wie kann man auf mehr als 10 GB kommen? Früher passten ganze Spielfilme mit recht guter Qualität auf eine DVD mit 4.7 GB. Wie nimmst du denn die Videos auf? Wie lang sind die Videos?
- Andreas O.
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Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
Es geht beispielsweise um uralte (privat gedrehte) VHS-Kassetten, die ich dann schon ins platzsparende MPEG4 umwandele.uname hat geschrieben:31.03.2025 08:09:47Wie kann man auf mehr als 10 GB kommen? Früher passten ganze Spielfilme mit recht guter Qualität auf eine DVD mit 4.7 GB. Wie nimmst du denn die Videos auf? Wie lang sind die Videos?
Da können 240 Minuten schon mal 16-20 GB/Datei betragen...
Konsumzombie? Nein danke!
Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
da kannst du aber noch dran drehen!Andreas O. hat geschrieben:31.03.2025 08:19:08Da können 240 Minuten schon mal 16-20 GB/Datei betragen...
Weil mehr als 1280x720 brauchst du da sicherlich nicht, VHS hat glaube 320x240....
EDIT: hier hab ich z.B. einen 60Min. DVD Film zu 1GB mp4 gemacht - und das ist noch übertrieben groß.
Zuletzt geändert von debilian am 31.03.2025 08:30:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
4 Stunden 1920x1080 @ 50 FPS kann man mit H.265 (HEVC) auf 6-7GB komprimieren. DVDs haben nur eine Auflösung von 720x576 Pixel bei 25 FPS (bzw. 50 FPS interlaced). Da kann man 1.5 Stunden Film auf 700MB zusammenstauchen, so daß der auf einen CD-Rohling paßt.debilian hat geschrieben:31.03.2025 08:27:01da kannst du aber noch dran drehen!Andreas O. hat geschrieben:31.03.2025 08:19:08Da können 240 Minuten schon mal 16-20 GB/Datei betragen...
Weil mehr als 1280x720 brauchst du da sicherlich nicht, VHS hat glaube 320x240....
EDIT: hier hab ich z.B. einen 60Min. DVD Film zu 1GB mp4 gemacht - und das ist noch übertrieben groß.
Aber wer ist so masochistisch, sich einen fremden Urlaubsfilm mit 4 Stunden Länge anzutun? Nach spätestens 30 Minuten fallen den Zuschauern doch die Augen zu.

Aber wir wissen ja alle, wofür der Euphemismus "Urlaubsfilm" steht. Aber auch hier gilt, daß "solche" Filme nach spätestens 15 Minten langweilig werden.

Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
Eine DVD ist keine digitalisierte VHS, das kann man überhaupt nicht vergleichen.debilian hat geschrieben:31.03.2025 08:27:01da kannst du aber noch dran drehen!Andreas O. hat geschrieben:31.03.2025 08:19:08Da können 240 Minuten schon mal 16-20 GB/Datei betragen...
Weil mehr als 1280x720 brauchst du da sicherlich nicht, VHS hat glaube 320x240....
EDIT: hier hab ich z.B. einen 60Min. DVD Film zu 1GB mp4 gemacht - und das ist noch übertrieben groß.
Je nachdem, mit welcher Hardware man digitalisiert, hat man häufig Streifen oder ähnliches im Bild. Das kann kein Algorithmus massiv verkleinern, denn die Einzelbilder der digitalisierten VHS-Kassette sind dafür zu unterschiedlich. Also bleiben große Dateien übrig, sofern man noch was erkennen will.
Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
Ich habe früher einige VHS-Aufnahmen mittels Hauppauge-TV-Karte digitalisiert. Das läßt sich sogar ziemlich ziemlich gut eindampfen. Das Videosignal aus einem VHS-Recorder hat eine Bansbreite von rund 2MHz. Wenn man das durch 25 Vollbilder zu 576 Zeilen (ich weiß, es waren 50 Halbbilder zu 288 Zeilen), ergibt sich noch eine Bandbreite von 139Hz pro Zeile. Darin mußte man alle 3 Farben unterbringen, kein Wunder, daß VHS ziemlich unscharf und kontrastschwach war.debianoli hat geschrieben:31.03.2025 11:16:29Eine DVD ist keine digitalisierte VHS, das kann man überhaupt nicht vergleichen.
Je nachdem, mit welcher Hardware man digitalisiert, hat man häufig Streifen oder ähnliches im Bild.
Wenn man VHS mit 768x576 Pixel digitalisiert hatte, konnte man das sogar noch kleiner eindampfen als einen DVD-Film, der eine erheblich größere Videobandbreite liefert als VHS.
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Re: Nextcloud o.ä. mit veralteter/schwacher Hardware möglich?
Wie ich schon unten geschrieben habe, dampfe ich kein wie bei dir vorliegendes, qualitativ relativ hochwertiges MPEG-2-Material in MPEG-4 (h.264 oder h.265) ein, sondern habe leider wesentlich schlechteres Eingangsmaterial und das dann bei einer Auflösung von "nur" 720 x 576...debilian hat geschrieben:31.03.2025 08:27:01da kannst du aber noch dran drehen!Andreas O. hat geschrieben:31.03.2025 08:19:08Da können 240 Minuten schon mal 16-20 GB/Datei betragen...
Weil mehr als 1280x720 brauchst du da sicherlich nicht, VHS hat glaube 320x240....
EDIT: hier hab ich z.B. einen 60Min. DVD Film zu 1GB mp4 gemacht - und das ist noch übertrieben groß.
Trotzdem danke.
Konsumzombie? Nein danke!
Abgetrennt: VHS komprimieren
Auf der CPU:Andreas O. hat geschrieben:31.03.2025 14:47:25Aber wenn du vernünftige Parameter für ffmpeg weißt für h.264 und VHS-Eingangsmaterial, dann gerne her damit - ist halt leider überhaupt nicht mit dem Streaming-Material, was die jeweiligen Anbieter gewissermaßen in "Reinform" durch den Äther jagen, zu vergleichen...
Code: Alles auswählen
ffmpeg -i in.avi -c:v h264 -crf 22 -preset slow out.mkv
Aber im prinzip ist das ein bisschen verschwendete Ressourcen. Deine GPU kann das viel schneller. Kann dir aber keine Kommandos geben, da ich keine Intel-GPU habe.
Aber das ist halt auf der CPU. Habe keine Intel-GPU um da Erfahrungen zu nennen.
Das Internet meint:
Code: Alles auswählen
ffmpeg-init_hw_device qsv=hw -filter_hw_device hw -i input.mp4 -vf hwupload=extra_hw_frames=64,format=qsv -c:v h264_qsv -global_quality 25 output.mp4
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Re: Abgetrennt: VHS komprimieren
VP9 kann btw. genau das: Der kann Rauschpatterns erkennen und nachahmen. Die Streifen kommen dann eventuell nicht genau zur gleichen Zeit sondern irgend wann zufällig. Aber das kann auch kein Mensch merken. Kenne aber keine Hardware, die diese Erkennung drauf hat. Aber schon divx komprimiert die relativ gut raus, wenn man die Bitrate runter dreht. Analogaufnahmen sehen dann oft besser aus als das original. Geht da aber mit weichgezeichneten und ähnlichem einher. Beim Bilfehler entfernen ist VP9 dann auch ganz real verdammt gut.Je nachdem, mit welcher Hardware man digitalisiert, hat man häufig Streifen oder ähnliches im Bild. Das kann kein Algorithmus massiv verkleinern, denn die Einzelbilder der digitalisierten VHS-Kassette sind dafür zu unterschiedlich. Also bleiben große Dateien übrig, sofern man noch was erkennen will.
Ich bin jetzt etwas verwirrt: Du hast oben geschrieben, dass du MPEG-4 nutzt jetzt h.264. Mit MPEG-4 ist im Normalfall MPEG-4 Part 2 gemeint, da das die Neuerung war, die mit MPEG-4 kam. Auch wenn der Standard nochmal eine Beschreibung von AAC (als Part 3) und mov/mp4 RTP und .ts (als Part 1) enthielt und nachträglich eine Beschreibungen von h.264 (als Part 10) angehängt wurde und VP9/IVC eventuell bald (als Part 31) angehängt werden sollen werden für die codecs üblicherweise ihre Originalnahmen verwendet.Und h.265, wie schon anderweitig angesprochen, mag zwar noch platzsparender sein, aber da ist meine CPU noch stärker gefordert und die Datei kann u.U. mit der im PC/Fernseher integrierten Medien-Abspiel-App mangels Codec vielleicht gar nicht mehr wiedergegeben werden...
Denn für MPEG-4 umgekehrte ist der Fall. MPEG2 und h.264 sind in quasi jeder Hardware weil DVD/TV/Streaming/Blu-rays das nutzen. h.265 und AV1 auf neueren Geräten weil UHD-Blu-Rays und deutsches Antennen-TV h.265 nutzt und Streaming auf AV1 umsteigen will. VP6, wmv/VC-1, h.263/divx/MPEG-4 muss der Fernseher eher in Software decodieren.
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Re: Abgetrennt: VHS komprimieren
Ich musste vor einigen Jahren eine TV-Aufnahme digitalisieren und hatte dazu nur eine TV-Karte Hauppauge und einen VHS-Rekorder zur Verfügung. Mit der Ausstattung habe ich keine besonders gute Digitalisierung hinbekommen, es bleiben immer Streifen und wechselnde Farben in der digitalen Aufnahme. Das ist der damalige Thread viewtopic.php?t=140854&hilit=Vhswanne hat geschrieben:31.03.2025 18:54:19VP9 kann btw. genau das: Der kann Rauschpatterns erkennen und nachahmen. Die Streifen kommen dann eventuell nicht genau zur gleichen Zeit sondern irgend wann zufällig. Aber das kann auch kein Mensch merken. Kenne aber keine Hardware, die diese Erkennung drauf hat. Aber schon divx komprimiert die relativ gut raus, wenn man die Bitrate runter dreht. Analogaufnahmen sehen dann oft besser aus als das original. Geht da aber mit weichgezeichneten und ähnlichem einher. Beim Bilfehler entfernen ist VP9 dann auch ganz real verdammt gut.
Technische Lösung wäre eine DVD-VHS-Kombi gewesen, die direkt auf DVD brennen konnte. In diesen Geräten ist die Hardware auf gute Aufnahme hin optimiert. Das gab es damals aber nur gebraucht und relativ teuer.
Wenn VP9 das besser kann, muss man dazu die Aufnahme neu machen oder kann man das über das alte RAW-File auch erledigen?
Re: Abgetrennt: VHS komprimieren
Wenn man die nötige Rechenleistung rein steckt: Deutlich besser. Vor allem wenn man arnr-strength runter setzt und an sharpness und noise-sensitivity kombos spielt. Daneben gibt es im ffmpeg und mencoder diverse filter mit mehr oder weniger obskuren Parametern. Such mal nach temporal/3D denoise. Das war mal ne Wissenschaft, wie man die Bilder besser bekommt... Aber auf keinen Fall wird das gut.Wenn VP9 das besser kann, muss man dazu die Aufnahme neu machen oder kann man das über das alte RAW-File auch erledigen?
Saubere Analoghardware ist der Königsweg. Und da ist es vermutlich gar nicht so die TV-Karte. Die sind meist gar nicht schlecht sondern eher die VHS-Player die mitunter über S-Video grauenhafte Signale ausgeben. Ich habe mit nem DVD/VHS-Kombi-Gerät und Composite deutlich mehr Glück gehabt, als über S-Video/RGB obwohl letztere ja viel hochwertigere Signale transportieren . Die meisten Setups defaulten auf Composite, wenn man sie per SCART an den TV packt. Aber das Signal auf VHS wird durchs konvertieren nach RGB nicht besser, und wer sich um Qualität schert kauft halt entsprechend gute Kabel die den Qualitätsverlust da minimal halten. RGB/S-Video wird da alibi mäßig auch irgend wie implementiert, damit man als Oberklassegerät durch geht. Aber möglichst billig, da es eh keiner nutzt. Und bei Analogtechnik gibt es halt massive Qualitätsunterschiede.
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