debianoli hat geschrieben: 
27.11.2018 16:11:49
Aber echte 600 dpi für A4 sollten schon drin sein.
600 dpi für A4 heißt 2480x4960 Pixel. Oder anders gesagt: Um auf einem Full HD-Monitor die 600dpi darstellen zu können müssen 38% der Seitenbreite die vollen Bildschirmbreite bedecken. Insgesamt darftst du auf deinem Full-HD-Monitor im Vollbildmodus nicht mehr als 17% des Scans anzeigen um die 600dpi genießen zu können.
Mach einfach mal einen Scan auf und stelle die Vergrößerung auf 263%. Und dann fragst du dich, ob das eine sinnvolle Ansicht ist!
4800dpi: 5μm pro Messwert: Diese Auflösung reicht um ein einzelnes Spermium oder einzelne rot blutkörperchen auflösen zu können. (
https://en.wikipedia.org/wiki/Orders_of ... e_(length) )
Beides Sachen, die erst nach der Erfindung des Mikroskops entdeckt wurden. Das soll jetzt auf meinem Scan erkennbar sein?! Das ist garantiert nicht die Qualität, die ich sehe wenn ich mir die üblichen Scans angucke.
Mag sein, dass Canon es schafft, seine Sensorik genau genug zu positionieren, um derartig viele Datenpunkte Sammeln zu können. Vermutlich ist der Sensor klein genug um wirklich nur diese Fläche zwischen den Punkten zu scannen. Mit der Qualität des Scanners hat das nichts mehr zu tun.
Das ist in etwa so sinnvoll, wie wenn die Amerikaner meinen, dass ihre Raketen jetzt Meter genau treffen. Wenn die Intel vor allem auf Hörensagen beruht und nicht zwischen einem Baby und einem Panzer unterscheiden kann nutzt das wenig.
Es kann vielleicht sogar sinnvoll sein wirklich mit der hohen Auflösung zu scannen. (Genau wie es Sinn machen kann wenn man mehrfach Fotografiert.) Wenn man für ein Pixel im Bild 6 Messpunkte hat, kann sich da was vernünftiges raus mitteln.
Abspeichern mit 600dpi ist aber auf jeden Fall Humbug, wenn man Platz sparen will. Deswegen hätte ich gerne mal eine Original-PDF von dem Windowstool gehabt. Ich wette die haben auch ganz fett die Auflösung runter gedreht.
Auch deswegen der Rat zu zwei Schritten. Erstmal scannen und die Originaldaten (png/ppm/bmp) abspeichern und dann mit einem Tool der Wahl gucken wie viel Aufllösung/Qualität sich da wirklich lohnt.